Es weihnachtet schon sehr

Da ist sie wieder, die schönste Zeit des Jahres: Adventszeit! Wir müssen Plätzchen backen und diese wieder aufessen, Geschenke besorgen und hübsch verpacken, zum Weihnachtsmarkt, zum Weihnachtsball, alle Freunde und Verwandte besuchen, die man das ganze Jahr sonst nicht sieht und vieles mehr. Bitte vergesst dabei aber nicht die Schule! Endspurt in Richtung Halbjahres-Zeugnisse!

Was liegt uns am Herzen? Was macht uns das Herz schwer?

Zeitgemäße Interpretation von Luthers Entdeckung im Reformationstags-Projekt des Religionskurses Jg. 7 von Frau Baar

Zum Abschluss der Unterrichtseinheit „Luther und die Reformation“ haben die Schülerinnen und Schüler des Religionskurses 7(2) mit Frau Baar und Pastorin Brinkmann von der Büsumer St. Clemens-Kirche überlegt, was Luthers reformatorische Entdeckung uns mehr als 500 Jahre später noch sagen kann. Luther hatte in seiner Zeit als Pfarrer und Theologieprofessor erkannt, dass die Menschen nicht durch Ablassbriefe oder eigene „gute Werke“ vor Gott gerecht sein können, sondern dass mit Jesus Christus Gottes Weisung an ihr Ziel gekommen ist: Jetzt gelten vor Gott alle als gerecht, die glauben. Gott schenkt allen Menschen seine Liebe, die ihn annehmen.

Diese Gedanken sind bis heute die Glaubensgrundlage der evangelischen Christinnen und Christen, aber sie klingen doch fremd und müssen immer wieder neu übersetzt werden. Ausgehend von dem Symbol Herz in der Lutherrose haben wir uns in zwei Doppelstunden darüber Gedanken gemacht, wie unsere Herzensangelegenheiten in Verbindung mit der Botschaft Luthers stehen. Dabei wurden verschiedene Redewendungen und Deutungen des Symbols Herz erarbeitet und schließlich aufgeschrieben, was unser Herz schwer macht und was uns am Herzen liegt. Diese Gedanken wurden kreativ umgesetzt, indem Herzensboxen gestaltet wurden, so dass die Anliegen einen guten Ort fanden und vor Gott gebracht wurden: Im Gottesdienst am Reformationstag lasen ein paar Schülerinnen und Schüler einige Gedanken im Rahmen der Predigt von Pastorin Brinkmann vor, die Boxen und die aufgeschriebenen Anliegen fanden ihren Platz auf dem Altar.

Dieses Projekt machte somit nicht nur die Unterrichtsstunden besonders anregend und praxisorientiert, auch viele Gottesdienstbesucherinnen und -besucher sagten nach dem Gottesdienst, dass ihnen die Mitgestaltung durch den Religionskurs sehr gut gefallen habe.

Zum Glück ist ja jetzt jedes Jahr Feiertag am Reformationstag, da können wir sicherlich eine Fortsetzung organisieren.

 

Text und Fotos: Britta Baar

„Breakout“ im Biologieunterricht

Neue Unterrichtsmethode verfestigt spielerisch Lernstoff

 

Viele Wochen Vorbereitungszeit hat es Biologielehrerin Jessica Heinrich von der Schule am Meer gekostet. Gleich nach den Herbstferien testete sie erstmalig ein für deutsche Schulen noch recht neues Unterrichtskonzept: Ein „Breakout Game“. Die Methode ist dem „Escape Room“ nachempfunden. Dabei handelt es sich um ein Abenteuerspiel, was die Teilnehmer in eine bedrohliche Situation versetzt, aus der sie nur durch Lösung eines Rätsels und unter Zeitdruck herauskommen.

Zu Beginn des Biologieunterrichts erhielten die Schülerinnen und Schüler der Q2b ein Einstiegsszenario: Weltweit kommt es zu einem Anstieg von Gewaltausbrüchen, Wissenschaftler machen dafür eine Gen-Mutation verantwortlich und suchen nach einem Weg, die sog. MAOA-Gene auszuschalten. Ein japanisches Forscherteam steht kurz vor dem Durchbruch, die Menschheit zu retten. Doch bevor sie finale Tests durchführen können, wird das Labor überfallen. Die Forscher sind spurlos verschwunden, haben jedoch zuvor ihre bisherigen Ergebnisse versteckt.

Die Q2b muss fünf biologische Rätsel, basierend auf dem aktuellen Unterrichtsstoff, lösen. Die richtige Lösung ergibt jeweils den Code für die Öffnung eines Zahlen- bzw. Buchstabenschlosses. Zuletzt öffnen sie eine Holzbox, in der sie Schokolade und eine Danksagung finden, dass sie die rettenden Forschungsergebnisse gefunden haben.

Jessica Heinrich ist zufrieden mit dem Verlauf ihres ersten „Breakout Games“ im Klassenzimmer und ist sich sicher, es noch mit weiteren Klassen zu probieren. „In den USA ist diese Methode viel populärer als bei uns“, berichtet sie und fügt hinzu: „Der Klassenzusammenhalt wird gefördert, außerdem prägt sich das Gelernte sehr gut ein.“ Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Unterrichtsmethode ebenfalls positiv. „Ich fand es abwechslungsreich. Wenn man was nicht wusste, hatte man in der Gruppe jemanden, der einem helfen konnte“, meint Marco Wiegand.

Text und Fotos: Claudia Brandt

Schule am Meer pflanzt 400 Bäume im Sommerkoog

Die Aktion „Einheitsbuddeln“, initiiert von der schleswig-holsteinischen Landesregierung, erweist sich schon vor dem 3. Oktober 2019 als sehr erfolgreich. Um das rasante Fortschreiten des Klimawandels aufzuhalten, wollen viele Bürger selbst aktiv werden, denn die negativen Folgen sind inzwischen für jeden deutlich erkennbar. Dr. Kirstin Poremba von der Schule am Meer (SaM) war ebenfalls sofort begeistert von der Idee dieser Baumpflanz-Aktion. Sie erweiterte ihr Projekt „Mut zur Wildnis – Jede Blüte zählt“, so dass es jetzt auch heißt: „Jeder Baum zählt“. Durch ihre guten Kontakte fand sich eine Fläche von 4,7 ha im Sommerkoog, auf der jetzt dank ihres Engagements und der Unterstützung eines großen Helferteams ein kleiner Wald wachsen kann.

 

Familie Peters aus Hedwigenkoog hat der Schule zu diesem Zweck die Fläche zur Verfügung gestellt. An drei Terminen wurden gemeinsam insgesamt 400 Bäumchen und 300 Weiden- und Eschenstecklinge gepflanzt. Es beteiligte sich neben Familie Poremba eine Vielzahl weiterer Unterstützer: Die Klassen 9c und Q1 sowie Lehrkräfte von der SaM, Ehemalige und nicht zuletzt in besonderem Maße Calvin Wise, Dipl. Agraringenieur Janne Peters und sein Sohn Leif. Kaufmann Andreas Jensen, Garten- und Landschaftsbau Wise, der Bauhof Büsum und Eltern spendeten die Bäume. Calvin Wise vermittelte dem Team auf den Pflanzaktionen sein Fachwissen, damit die Bäumchen mit dem richtigen Abstand und auf korrekte Weise gepflanzt wurden. Er lobte die Schülerinnen und Schüler für ihre Arbeit und bot Interessierten an, ein Praktikum in seinem Betrieb zu absolvieren. Janne und Leif Peters waren abwechselnd mit einem Trecker und Anhänger vor Ort, um die Pflanzen, Spaten, Erde und viele andere nützliche Dinge zu liefern. Außerdem packten sie tatkräftig mit an, unter anderem sicherten sie die noch zarten Stämme der Bäumchen mit Maschendraht, um sie vor Wildschäden zu schützen. Janne Peters, seine Geschwister und auch seine Kinder besuchten alle die Schule am Meer, daher fühlt sich die Familie in besonderer Weise der Büsumer Schule verbunden. Auf die Frage, warum er sich für die Baumpflanzaktion einsetzt, antwortete er: „Ich freue mich, wenn ich der Natur etwas zurückgeben kann.“ Dr. Kirstin Poremba ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Nur durch das enorme Engagement der gesamten Familie Peters und der Firma Garten- und Landschaftsbau Wise sowie durch die zahlreichen Baumspenden sind solche Projekte an Schulen erst möglich. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt mit viel Herzblut, das spürt man“, ist sich Dr. Poremba sicher.

Text: Claudia Brandt

Fotos: Claudia Brandt, KiPo

Nächste Termine

  • 15 Nov
    Haussammlung für die Tombola bei der Schulweihnachtsfeier der GS am 18.12.2019 08:30 bis 09:30
  • 18 Dez
    Weihnachtsfeier der SaM in der Mehrzweckhalle Ganzer Tag
  • 23 Dez
    23.12.2019 - 06.01.2020 Weihnachtsferien in Schleswig-Holstein Ganzer Tag