Neue Majestäten im Vogelschießen

Am 27. und 28. Mai 2019 fanden die Wettbewerbe an der Schule am Meer (SaM) statt, um die neuen Königspaare zu ermitteln. Eröffnet wurden die Wettkämpfe von den Schülern der Klassenstufen fünf und sechs, die ihr Können beim traditionellen Schwimmfest im Piraten Meer unter Beweis stellten. Es folgten am nächsten Tag am Standort Neuer Weg die Spiele für die Kinder der KiTas Spatzennest und Hoppetosse sowie für die Grundschüler. Auch die Siebtklässler hatten sich dort auf dem Sportplatz eingefunden, um mit der Armbrust auf die Holzvögel, welche im WPU Technik von Mitschülern der Klassen neun und zehn gebaut wurden, zu schießen. Eltern und ältere Schüler halfen mit, um die einzelnen Stationen zu besetzen, Erfrischungen und Snacks anzubieten und die errungenen Punkte zu notieren.

 

Höhepunkt des Vogelschießens war am letzten Tag der große Umzug durch Büsum mit Königsproklamation am Rathaus und Kinderdisko im Watt’n Hus. Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje, Bürgervorsteher Gerd Gehrts und Schulleiter Dr. Ulrich Bleckwehl beglückwünschten die Königspaare. Ein großer Dank gilt nicht nur den freiwilligen Helfern sondern auch allen, die diese Tradition wieder finanziell unterstützt haben. Insbesondere der Förderverein der SaM hat großzügig gespendet, um die tollen Preise und Überraschungen für die Kinder zu ermöglichen. Außerdem trugen die Einnahmen aus der Haussammlung zur Finanzierung des Kinderfestes bei. Die neuen Majestäten sind: Lara M. Gebauer und Sonny Genthe (KiTa Spatzennest), Emily Bloch und Malte Matthias Kruse (1a), Kiara Aguasviva Ayovi und Luca Joel Fischer (1b), Sammy Rose Schmidt und Yashar Moustafa (2a), Inga-Lill Huesmann und Mattis Strüben (2b), Svantje Mordhorst und Taylor-Joel Köhn (2b), Ida Guse und Haydar Moustafa (3b), Linea Franz und Mortaza Sultani (4a), Jule Meister und Tristan Herrmann (4b), Lotta Hackert und Jonas Jochims (Stammgruppe Keil), Sophia Wilken und Emilian Franz (Stammgruppe Heinrich), Nicki Scholz und Joey Schmidt (Stammgruppe Baar), Johanna Möller und Niklas Stender (Stammgruppe Hagen), Lilly Wollatz und Räwan Guliyev (Stammgruppe Ruttkat), Tombke Ufen und Simon Mench (7a), Shaza Moustafa und Finn Schaller (7b) sowie Emmi Thiessen und Tapio Lippemeier (7c).

Text: Claudia Brandt

Fotos: Claudia Brandt, Heike Dorn

Europaschule feiert Europatag

Die Schule am Meer (SaM), die seit 1996 Europaschule ist, hat am 23. Mai 2019 einen Europatag mit eigenem Programm zelebriert, das zugleich die Themen „Juniorwahl“ und „70 Jahre Grundgesetz“ würdigte. Rund 14 Tage nach dem eigentlichen Europtag, der am 9. Mai begangen wird, haben sich die Schüler am Standort Otto-Johannsen-Str. mit einigen Sonderaufgaben beschäftigt. In den Fächern Weltkunde, WiPo und Geschichte haben sich drei siebte und eine achte Klasse über einen Zeitraum von drei Wochen auf einen „Gallery-Walk“ vorbereitet. Dafür setzte sich jede Klasse mit einigen Artikeln des Grundgesetzes auseinander und gestaltete große Plakate. So entstand eine kleine Ausstellung, die von den Schülern anschließend besucht wurde, wobei es an jeder Pinnwand Experten aus der jeweiligen Klasse gab, die Fragen der Mitschüler beantworteten.

An der Juniorwahl nahmen die Klassenstufen 9, 10 und 11 teil. Im zum Wahllokal umfunktionierten Klassenzimmer lief alles wie bei der richtigen Wahl ab. Jede Klasse hatte Wahlhelfer gestellt, es gab Wahlkabinen und Wahlurnen und echte Stimmzettel.

Das Ergebnis der Juniorwahl 2019 ist hier zu finden:Juniorwahl_zur_Europawahl

Außerdem führten die Oberstufenschüler gemeinsam mit der Gymnasialklasse 9c zwei „Fishbowl“-Diskussionen durch. Hauptthema war die EU. Diskutiert wurde unter anderem über die Klimapolitik, den Umgang mit dem Islam, den Euro und die Struktur der EU. Die Besonderheit dieser Art Diskussion besteht darin, dass sich Teilnehmer aus dem Außenkreis jederzeit auf einen freien Stuhl im Innenkreis setzen dürfen, um sich aktiv zu beteiligen. Diese Möglichkeit haben viele Schüler genutzt.

Text und Fotos: Claudia Brandt

Plietsche Klimaschützer

Die Büsumer Grundschüler machen mit beim Bildungsprojekt „Plietsch fürs Klima“

Gespannt warteten die Erst- und Zweitklässler mit ihren Lehrkräften auf hohen Besuch von der Gemeinde Büsum und dem Kreis Dithmarschen. Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje, Thomas Strüben, zuständig für Schulangelegenheiten für die Gemeinde Büsum, sowie Anna Reinker vom Kreis Dithmarschen hatten sich angekündigt, um die bisherigen Aktivitäten der Schule in Sachen Klimaschutz zu würdigen. Reinker ist gemeinsam mit ihrer Kollegin Ansprechpartnerin für das Klimaschutzmanagement des Kreises Dithmarschen. Die Schule am Meer (SaM) ist eine von 34 Bildungseinrichtungen im Kreisgebiet, die beim Projekt „Plietsch fürs Klima“ mitmacht.

Andrea Vanselow, Leiterin des Grundschulteils, begrüßte die Gäste. Gemeinsam mit den Kindern zählte sie auf, was alles in 2018 zum Wohle des Klimaschutzes an der Schule getan wurde. Zum Beispiel wurde auf das Ausschalten unnötiger Lichtquellen und Stoßlüften geachtet, ein „Warmer-Pullover-Tag“ kurz vor Ferienbeginn durchgeführt, um die Heizungsanlage bereits herunterzufahren, sowie an sparsamen Wasserverbrauch und Brotdose statt Pausenbrot in der Tüte gedacht. Alle Aktivitäten wurden von der Projektleitung nach einem einheitlichen Punktesystem bewertet, nach dem die Prämie berechnet wurde. Einen Scheck in Höhe von 460 € überreichte Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje den Grundschülern für ihr bisheriges Engagement in Sachen Klimaschutz. Er zeigte sich beeindruckt von den bisherigen Maßnahmen und motivierte die Kinder, sich weiterhin zu engagieren. Denn das Projekt zielt darauf ab, die Kinder zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt zu erziehen. Außerdem erhielt die Grundschule eine Urkunde und kleine Präsente, die den jungen Klimaschützern bei ihren Aufgaben helfen. Die Schüler der SaM haben bereits mit zahlreichen anderen Projekten unter Beweis gestellt, dass sie sich aktiv für Umwelt- und Klimaschutz einsetzen. Sie kümmern sich beispielsweise um den Schutz der Wildbienen, sammeln Müll am Strand, setzen sich für mehr Umweltbewusstsein durch Vermeidung von Plastikmüll und den Kauf mikroplastikfreier Produkte ein.


Text und Fotos: Claudia Brandt

Schnupper-Nachmittag in der OGS

Bianca Wriedt, Leitung der OGS Blinkfuer, und ihr Team laden am Dienstag, 18. Juni 2019, herzlich ein zum Schnupper-Nachmittag. Interessierte finden nähere Informationen hier:

 

OGS-Schnuppertag

 

Dr. Meeno Schrader referiert in Büsum zum Thema „Klimawandel“

Am liebsten wäre er sicherlich mit dem Fahrrad von Kiel an die Westküste geradelt, denn der Dipl.-Meteorologe nimmt es selbst sehr genau mit dem Umweltschutz. Doch ein ungemütliches Wetter und ein voller Terminkalender ließen dies nicht zu. Heike Dorn, erste Vorsitzende des Fördervereins der Schule am Meer (SaM) war es gelungen, den Wetterexperten für den Vortrag „Der Klimawandel und seine Folge“ zu gewinnen. 170 Schüler aus den Klassenstufen 8 bis 11 waren in Begleitung ihrer Lehrer morgens ins Watt’n Hus gekommen, um sich zu diesem wichtigen Thema zu informieren. Am Abend hielt Dr. Schrader denselben Vortrag für die Öffentlichkeit in einem restlos ausverkauften Saal des Watt’n Hus.

Zu Beginn der Veranstaltung für die Schüler gab es Grußworte von Schulleiter Dr. Ulrich Bleckwehl, Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje und von Heike Dorn im Namen des Fördervereins. Dr. Bleckwehl verwies auf die zahlreichen Projekte, die bereits von den Klassen der SaM, welche Nationalpark-Schule ist, durchgeführt werden. Außerdem freute er sich, dass diese Veranstaltung sich gut einfüge in die Serie der akademischen Vormittage. Er dankte Heike Dorn für die Organisation und die großzügige finanzielle Unterstützung seitens des Fördervereins. Einen Dank sprach er auch Bürgermeister Lütje für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und Tourismuschef Olaf Raffel und seinem Team für die Unterstützung vor Ort aus.

Bürgermeister Lütje verwies darauf, dass Klimaschutz, Umweltschutz und Naturschutz sehr wichtige Themen seien. Er begrüße die Bewegung „Fridays for Future“. Allerdings betonte er, dass die jungen Leute nicht nur hingehen und Schilder hochhalten sollten. Umweltschutz müsse seiner Meinung nach gelebt werden.

Ein Lob für die Schüler der SaM gab es von Heike Dorn. Auch sie zählte auf, was an der Schule schon alles getan wird, zum Beispiel Müll sammeln am Strand und die Projekte „Schluss mit Plastik“ und „Mut zur Wildnis“.

 

Zu Beginn seines Vortrags erzählte Dr. Meeno Schrader, dass er sein Hobby zum Beruf gemacht habe, denn als Segler hatte er schon immer reges Interesse an Meteorologie. Er berichtete, dass zunehmend weniger Menschen die Existenz des Klimawandels leugnen. Er sieht dies vor allem darin begründet, dass es in den Jahren 2017/18 weltweit Wetterextreme gab. Dazu zähle unter anderem Hurrikan „Ophelia“, der im Oktober 2017 südwestlich von Irland auftrat. Es war der erste Wirbelsturm in Europa. Dass im Februar 2019 selbst in Schleswig-Holstein eine Temperatur von 17,4° C erreicht wurde, entspreche auch nicht der Norm. Sintflutartiger Regen mit Sturzbächen in der Nähe von Hamburg reihen sich seiner Meinung nach wie Teile eines Puzzles ein. Selbst die Medien, die bislang über den Klimawandel im Konjunktiv berichteten, würden aktuell stets den Indikativ verwenden.

Dr. Schrader sprach vom Treibhauseffekt und dem globalen Temperaturanstieg. „Die Atmosphäre hat Fieber“, sagte er. „Und gegen Fieber sollte man etwas tun.“ Seinen Ausführungen zufolge war 2014 weltweit das wärmste Jahr. 2018 war in Deutschlang das wärmste Jahr. Für Deutschland prognostiziert er aufgrund des kontinuierlichen Temperaturanstiegs weniger kalte und kürzere Winterperioden. Schnee in Massen werde es in Schleswig-Holstein kaum noch geben. Auf die Landwirtschaft und die Vegetation haben die Extreme wie Dürre, Jahrhundertfluten oder auch golfballgroße Hagelkörner gravierende Auswirkungen. Ernteausfälle seien vorprogrammiert.

Auch der Meeresspiegelanstieg ist enorm: + 20 cm in den letzten 100 Jahren. Er könnte, wenn nicht genug Maßnahmen ergriffen werden, in den nächsten 100 Jahren um 50 bis sogar 150 cm ansteigen. Eine schwerwiegende Folge dessen sei die Versalzung des Grundwassers. Dies sei ein weltweites Problem für alle Küstenbewohner, wobei Schleswig-Holstein die finanziellen Mittel und das Know-how habe, um etwas für den Küstenschutz zu tun, beispielsweise durch die Erhöhung der Deiche. Viele Küstenorte im Ausland seien dazu nicht in der Lage. Tatsache sei, dass Wasser- und Nahrungsmangel zu Kriegen führen.

Für den Tourismus in Schleswig-Holstein habe der Klimawandel Licht- und Schattenseiten. Einerseits genießen die Feriengäste eine längere und wärmere Saison, was für die Vermieter höhere Einnahmen bedeute. Andererseits werde der Strand dezimiert, gebe es immer mehr Quallen und Algen und werde es zunehmend zu extremen Wetterlagen kommen.

Als Hauptverursacher des Klimawandels sieht er den Menschen. Doch statt sich nur anzupassen, empfiehlt der Wetterexperte, eine deutliche Kehrtwende in allen Bereichen, zum Beispiel in der Energiewirtschaft, im Verkehrswesen, in der Industrie oder auch in der Wirtschaft. Darüber hinaus solle künftig jeder einzelne sein Konsumverhalten ändern. „Nur das ist unsere Chance“, betonte Dr. Schrader. Am Ende seines Vortrags gab er dem Publikum dazu einige Tipps mit auf den Weg: Ökostrom beziehen, öfter Fahrrad statt Auto, Flüge vermeiden, weniger Fleisch essen, regionale Produkte ohne Umverpackungen, Treppe statt Aufzug, kürzer duschen und keine Geräte im Standby-Modus lassen.

Text: Claudia Brandt

Fotos: Claudia Brandt, Heike Dorn