Brief des kommisarischen Schulleiters M. Ramm vom 03.05.2020

Liebe Schüler*innen, Eltern und Beschäftigte der SaM,

mit diesem Schreiben informiere ich über das weitere Vorgehen bei der Beschulung in Zeiten wie diesen an der SaM. Im Rahmen der Vorgaben aus dem Bildungs- und Gesundheitsministerium geben wir vor dem Hintergrund unserer personellen, räumlichen und technischen Möglichkeiten unser Bestes, unterstützt vom Schulträger. Wie alle derzeit, „fahren wir auf Sicht“ und passen die Pläne veränderten Gegebenheiten an, notfalls auch kurzfristig: Sicherheit geht vor!

Seit der Schulschließung am 13.3. wird Notbetreuung angeboten und die Fernbeschulung ist ange­laufen – zahlreiche Informationen dazu hat es gegeben. Im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen wir diese weiter zu optimieren. Die Erfahrungen geben Anstöße zur Fortentwicklung, herzlichen Dank vielen Lehrkräften für ihre einfallsreichen Bemühungen sowie Schüler*innen und Eltern für die Unterstützung!

Wir sollten alle mit der Lage gelassen und pädagogisch umgehen, Lerninhalte sind in einer solchen Ausnahmesituation nicht das Wichtigste. Die Benotung stützt sich auf die Leistungen bis zum Tag der Schulschließung, Leistungen danach werden nur positiv zur Verbesserung der Note angerechnet. Insofern sind Termine nur Planungshilfen. Der zeitliche Arbeitsaufwand für die Bearbeitung von Aufgaben in einem Fach sollte bei mittlerem Tempo die Schulwochenstunden im Fach umfassen, zuzüglich etwas Hausaufgabenzeit.

Für alle Schulformen gibt es spezielle Vorgaben für die schrittweise Öffnung der Schulen – wir sind als kleines Gymnasium mit Gemeinschaftsschul- und Grundschulteil die einzige Schule in Schleswig-Holstein mit Primar-, Sekundarstufe I und II, haben also besondere Herausforderungen zu bewältigen. Wir sind an die Vorgaben gebunden, auch wenn wir uns in unserer besonderen Situation teilweise andere gewünscht hätten.

Die Phase 1 der schrittweisen Öffnung der Schulen ist die bisher reibungslos verlaufene Durch­führung der schriftlichen Abiturprüfungen. Auch die weiteren Bestandteile der Abiturprüfungen haben Vorrang vor allen anderen Lernangeboten. Parallel hat die Vorbereitung der Prüflinge für den ESA bzw. MSA im 9. und 10. Jahrgang des Gemeinschaftsschulteils in der Schule begonnen und wird bis zu den Prüfungen fortgesetzt. Anschließend gibt es Beratungsangebote für die Prüflinge, v.a. im Blick auf mündliche Prüfungen. Unsere angehenden Abschlussschüler*innen haben sich weitestgehend erwartungsgemäß vernünftig verhalten.

Bei der Wiederaufnahme von Präsenzbeschulung für jüngere Schüler*innen gehen Gesundheit und Vorsicht vor. Das bedeutet, dass es vorerst v.a. wegen des Abstandsgebotes keinen Regelunterricht in der Schule mehr geben wird, wie wir ihn kennen. Vom Ministerium festgelegte Jahrgänge erhalten in Teilgruppen von Klassen schulische Präsenzangebote vor Ort in Kombination mit schulischen Lernangeboten für das häusliche Lernen und Arbeiten. Die Hygieneregelungen und Maßnahmen zum Infektionsschutz sind veröffentlicht und werden umgesetzt. Die betroffenen Schüler*innen und ihre Eltern erhalten gesondert Detailinformationen.

In der Phase 2 ab 06.05. bis voraussichtlich 22.05.2020 erhalten unsere 4. Klassen und die 6. Klasse Gymnasium Präsenzangebote; die genauen Umstände wurden bereits mitgeteilt. Kinder mit ungeklärten Symptomen von Atemwegserkrankungen dürfen nicht in die Schule, Kinder, die zu Risikogruppen gehören oder im engen Kontakt zu Personen mit besonderen Risiken leben, können beurlaubt und gesondert betreut werden.

Für alle DaZ-Schüler*innen werden außerdem Unterstützungsangebote organisiert, die individuell vereinbart werden.

In dieser Zeit gibt es für die Jahrgangsstufen 9, 10 und 11 des Gymnasiums Beratungsangebote: Sie sind niederschwelliger als die schulischen Präsenzangebote und haben zum Ziel, Schüler*innen in ihrer persönlichen schulischen Situation zu begleiten bzw. zu beraten, Rückmeldungen einzuholen zu Erfahrungen und Ergebnissen aus der Bearbeitung von Aufgaben für das häusliche Lernen, Fragen zu Lerninhalten und Aufgaben zu klären, Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen, individuelle Fördermöglichkeiten oder Unterstützungsbedarfe in den Blick zu nehmen und weitere Aufträge, soweit erforderlich, zu erläutern. Diese Beratungsangebote sind nicht verpflichtend in der Schule durchzuführen (wenn überhaupt, dann begrenzt auf sehr wenige zur gleichen Zeit), sondern können auch telefonisch oder über digitale Medien erfolgen

Das ist an der SaM im Wesentlichen schon erfolgt, weil alle Klassenlehrkräfte oder Vertreter*innen Kontakt zu möglichst allen Schüler*innen aufgenommen haben und solche Beratungsbedarfe abgefragt haben. Das wird fortgesetzt. Unsere Schulsozialarbeiterinnen stehen ebenfalls zur Verfügung, die Fachlehrkräfte für Themen ihrer Fernbeschulung. Bei anhaltenden Problemen in dieser Kommunikation wenden sich Schüler*innen und Eltern notfalls auch an das Sekretariat, damit die Stufenleitungen aktiv werden, besonders falls es noch keinen Kontakt gab.

In der Phase 3, ab KW 22, sollen planmäßig im Rahmen unserer Möglichkeiten und den dann geltenden Bedingungen schulische Präsenzveranstaltungen für die Jahrgänge 1 – 3 Grundschulteil, 8 – 10 Gemeinschaftsschulteil sowie 8 - 11 Gymnasium dazu kommen.

Schließlich sollen in Phase 4 auch die anderen Jahrgänge vor den Sommerferien, aber ohne genaue Datierung, in der Schule Präsenzveranstaltungen erhalten.

Wir informieren weiter und beantworten Fragen. In Vorbereitung sind Hinweise zu Fremdsprachen- und Wahlpflichtkurswahlen, Elternversammlungen, Schul- und Klassenkonferenzen sowie zu Klassenfahrten.

Matthias Ramm, 2020-05-03

Abitur und Unterricht unter strengen Sicherheitsvorkehrungen

Die Coronakrise stellt auch die Schulgemeinschaft vor große Herausforderungen, besonders viele Elternhäuser mit der spontanen Fernbeschulung. Aber auch die Schule blieb nicht lange leer: Nachdem der Beschluss gefasst worden war, dass das Abitur und die Abschlussprüfungen für den MSA und den ESA stattfinden sollen, wurden in der Büsumer Schule am Meer (SaM) sofort alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten. Das Schulleitungsteam arbeitete dafür eng zusammen mit dem Kollegium, dem Sekretariat, den Hausmeistern und den Reinigungskräften. Alle Auflagen zu erfüllen war anspruchsvoll. Doch der Verlauf der Abiturprüfungen sowie auch der Vorbereitungsstunden für die Prüflinge des MSA und des ESA stimmten alle positiv. Kurt Siemund aus dem Schulleitungsteam bedankte sich herzlich für den reibungslosen Ablauf bei seinen Kollegen. Sein Dank galt ebenfalls den Abiturienten: „Die Schüler haben sich ganz toll und diszipliniert verhalten.“ Wie schnell man sich an so eine ungewöhnliche Situation gewöhnt, stellte Siemund bereits nach dem ersten Prüfungstag fest: „Es ist schon eine komische Zeit, obwohl ich das Abitur, also den heutigen Ablauf, schon fast als normal angesehen habe.“ Die schriftlichen Abiturprüfungen fanden auf mehrere Klassenräume verteilt statt, so dass der geforderte Mindestabstand eingehalten werden konnte.

An den Tagen ohne Abiturprüfung erhielten die Schüler der Klassenstufen 9 und 10 in Vorbereitung auf ihre Abschlüsse, die ab dem 11. Mai 2020 starten, Unterricht in den Prüfungsfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Aufgrund der jeweiligen Klassenstärke wurden sie in der Sporthalle in der Otto-Johannsen-Straße sowie in der Mehrzweckhalle unterrichtet. Einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen war freiwillig. Sonja Taube, Lehrerin für Sport und Geschichte, näht ehrenamtlich solche Alltagsmasken. 210 Stück hat sie bereits gefertigt, darunter auch welche für die Polizei und das Kollegium der Schule am Meer.

Text und Fotos: Claudia Brandt

Büsumer Grundschule auf Rückkehr der Schüler vorbereitet

Die Grundschüler der Schule am Meer trifft es in diesem Jahr besonders hart. Erst hatte am Neujahrsmorgen ein Brand im Obergeschoss des Gebäudes zu einer Sperrung des gesamten Standorts geführt. Währenddessen wurden die Schülerinnen und Schüler in ganz unterschiedlichen Räumlichkeiten in Büsum beschult. Dann folgte aufgrund der Corona-Pandemie die bundesweite Schulschließung im März. Wenn jetzt die Schulen wieder schrittweise für die einzelnen Klassen geöffnet werden, ist am Standort Neuer Weg alles vorbereitet, damit alle Grundschüler dort beschult werden können.

Die Klassenräume waren zwar in den vergangenen Wochen verwaist, notwendige Arbeiten gingen aber trotzdem weiter. Andrea Vanselow, Leiterin des Grundschulteils, zeigt sich sichtlich erleichtert: „Der Schulträger macht sich trotz Coronakrise für unseren Schulstandort stark.“ Auf einem kleinen Rundgang zeigt sie, was sich in letzter Zeit getan hat. Die Küche wurde entkernt und wird gerade umgewandelt in ein Klassenzimmer für eine vierte Klasse, die bis dahin in den Räumen der OGS beschult wurde. Für die Schulsozialarbeit wird ein Raum hergerichtet. Und auf dem Schulhof fallen gleich zwei weiße Container ins Auge: Hier sollen beide dritten Klassen nach ihrer Rückkehr unterrichtet werden. Diese Schülerinnen und Schüler hatten vorläufig Räume der katholischen Kirche nutzen dürfen. Weiterhin in Planung ist das Containerdorf „Lütte School“ auf dem Sportplatz, welches die gesamte Grundschule beherbergen wird, während In dieser Zeit ein Neubau am Standort Neuer Weg entstehen wird.

Text und Fotos: Claudia Brandt

 

Neueste Informationen zur aktuellen Lage

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