Mikroplastikprojekt

(Text und Fotos: Frau Heinrich)

Im Rahmen des Profilkurses Biologie befasste sich die Q1a u. a. mit dem Thema „Plastikmüll im Meer“. Um mehr über diesen höchstaktuellen Aspekt zu erfahren, trafen sich die 13 Schülerinnen und Schüler mit ihren beiden Lehrerinnen Frau Heinrich und Frau Puschmann am 06.06.2016 mit Frau Unger, Frau Reckendorf und Herrn van Neer vom ITAW.

Nachdem bei einem Wattbesuch direkt vor Ort nach Müll Ausschau gehalten wurde, erfuhren die Schülerinnen und Schüler später, welche erschreckenden Funde beispielsweise in den Mägen der gestrandeten Pottwalmägen gefunden wurden. Zudem erhielten sie einen Einblick in die Arbeit am Institut sowie als Biologe bzw. Tierarzt.

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Rund zwei Wochen später traf sich der Kurs erneut mit der Biologin Frau Unger und der Tierärztin Frau Reckendorf im ITAW, um ihre wissenschaftlichen Poster zu meeresbiologischen Themen wie Seehundsepidemien oder der akustische Belastung für Meeressäuger zu präsentieren. Trotz etlicher Zuschauer in Form von wissenschaftlichen Mitarbeitern ließen sich die Schülerinnen und Schüler nicht aus der Ruhe bringen und stellten ihre Ergebnisse souverän vor.

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Im Rahmen der Watt-Tage der Grundschule besuchten die beiden 2. Klassen am Dienstag, den 05.07.2016, das Gymnasium, um von dem Profilkurs mehr über das Thema „Plastikmüll im Meer“ zu erfahren. Neben Informationen über Mikroplastik konnten die Zweitklässler bei Experimenten auch selbst herausfinden, in welchen Kosmetikartikeln sich diese kleinen Kunststoffteilchen beispielsweise befinden.

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Die Ergebnisse der Experimente, die Filtrate der unterschiedlichen Kosmetikartikel, wurden gemeinsam mit den wissenschaftlichen Postern am Freitag, den 08.07.2016, beim Markt der Nachhaltigkeit den Besuchern präsentiert. Viele Interessierte wussten bereits, dass sich in sogenannter „Whitening Zahnpasta“ zum Aufhellen der Zähne kleine Plastikkügelchen befinden. Dass die schädlichen Partikel mittlerweile aber u. a. auch in Duschgel, Gesichtscreme und Make-Up zu finden sind, fanden die meisten dann doch erschreckend. Vor allem, wenn man sich überlegt, dass die kleinen Plastikteilchen u. a. von Muscheln und Fischen gefressen werden und über kurz oder lang dann auch in unserem Magen landen!

Bleibt nur zu hoffen, dass der Markt der Nachhaltigkeit vielen Besuchern die Augen geöffnet hat und sie beim nächsten Einkauf einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen und auf Produkte ausweichen, die kein Mikroplastik enthalten!

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