Steinmetz-Projekt im Kunstunterricht

Schweißtreibende Arbeit erwartet die Schüler der Klassen Q1 a und b noch bis zum Ferienbeginn im Kunstunterricht. Mithilfe von Meißel und Holzknüpfel werden aus geradlinigen Steinquadern individuelle Kunstwerke. Florian Klingele bearbeitet mit den beiden Oberstufenklassen Gasbetonsteine. Ermöglicht wurde dieses außergewöhnliche Projekt durch eine großzügige Spende des Vereins der Freunde und Förderer der Schule am Meer. 30 Steinmetz-Ausrüstungen, bestehend aus einer Tasche mit verschiedenen Meißeln und einem Holzknüpfel sowie einer Schutzbrille, konnten angeschafft werden. Dafür sind die Lehrer der Fachschaft Kunst und auch die Schüler dem Förderverein sehr dankbar. Danken möchten alle zudem der Firma Dreessen, die die Steine gestiftet hat.

Zu Beginn dieser Unterrichtseinheit hat jeder Schüler ein Modell aus Ton angefertigt. Dann startete das eigentliche Steinmetz-Projekt, das am Ende benotet wird, draußen auf dem Schulgelände. Kunstlehrer Florian Klingele ist überzeugt vom hohen Wert dieser Anschaffung: „Die Arbeit setzt ein starkes räumliches Vorstellungsvermögen voraus. Es ist eine manuelle Tätigkeit, die ganzen Körpereinsatz fordert.“, meint er und fügt hinzu: „Außerdem benötigen die Schüler zum Teil Mut, wenn großzügig Stein abgetragen wird. Weg ist weg!“ Heike Dorn, Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer der Schule am Meer, hat den Schülern bei der Arbeit über die Schulter geschaut. "Ich bin begeistert, wie kreativ und gekonnt die Schüler mit dem Werkzeug umgehen und freue mich, dass unser Förderverein dieses und weitere Kunstprojekte möglich macht", resümiert sie. Trotzdem die Arbeit anstrengend ist, hat es den meisten Schülern Spaß gemacht. Es wird schon über einen geeigneten Platz im Garten nachgedacht.

Text: Claudia Brandt

Fotos: Claudia Brandt, Heike Dorn, Kerstin Pantel