Büsumer Grundschule beteiligt sich erneut an Küstenputz-Aktion

Mit zahlreichen Projekten stellt die Schule am Meer unter Beweis, dass ihr der Umweltschutz am Herzen liegt. So kümmern sich beispielsweise Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrer um den Schutz von Wildbienen, pflanzen Bäume oder setzen sich gegen die Vermüllung der Meere ein. Passend dazu führte der Grundschulteil wie schon im Vorjahr eine eigene Aktion anlässlich des „International Coastal Cleanup Day“ durch. Dazu wanderten die dritten und vierten Klassen in Begleitung einiger Lehrkräfte von der Familienlagune in Richtung Stinteck, um den Deich von Müll zu befreien.

 

„Wir waren leider echt erfolgreich. Die Kinder haben allein einen blauen Müllsack voll mit Angelschnüren, Netzresten und Tauwerk gesammelt. Außerdem fanden sie etliche PET-Flaschen, Zigarettenkippen, Styropor, Plastikplanen, Haushaltsartikel, aber auch etliche Hundekotbeutel, die falsch entsorgt worden sind“, berichtet Andrea Vanselow, Leiterin des Grundschulteils. Der Müll wurde genau sortiert, gewogen und erfasst. Diese Aufgabe übernahm die 4a, damit die Ergebnisse aus der Sammelaktion an die „Kieler Forschungswerkstatt“, die solche Aktionen in Schleswig-Holstein koordiniert, übermittelt werden konnten. Obwohl die Aktion einen ernsten Hintergrund hatte, brachte eine kleine Anekdote die Teilnehmer zum Lachen. „Am lustigsten fanden die Kinder, dass sie mehrere Schuhe gefunden haben und dass zufällig Urlauber vorbei kamen, die auf unserer Sortierplane die Schuhe ihrer Kinder entdeckten. Sie nahmen diese dann auch gleich mit“, erzählt die Grundschulleiterin. Die Büsumer Grundschülerinnen und Grundschüler sind für das Thema Müll an Stränden und im Meer in besonderer Weise sensibilisiert. Im Rahmen eines Kunstprojekts mit Künstlerin Inge Nagel sowie mit Unterstützung von Heike Dorn, Vorsitzende des SaM-Fördervereins, haben die Kinder Strandmüll gesammelt, sich mit der Verrottungsdauer einzelner Fundstücke auseinander gesetzt und mit dem Müll eine große Bildcollage erstellt. Elemente dieser Collage und Informationen zur Verrottungsdauer einzelner Objekte zieren nun die Rückwände der Strandmüllsammelboxen am Büsumer Hauptstrand. Hier haben Strandbesucher fortan die Möglichkeit, selbst etwas für saubere Strände und Meere zu tun, indem sie ihre Fundstücke zur fachgerechten Entsorgung dort einwerfen.

 

Text und Fotos: Claudia Brandt