Grundschüler erneut "plietsch fürs Klima"

Die Grundschüler der Schule am Meer freuen sich über 1.533,33 Euro Preisgeld, das sie in diesem Jahr im Rahmen des Bildungsprojektes „Plietsch fürs Klima“ gewonnen haben. Das Projekt existiert seit 2017 und wurde ins Leben gerufen vom Klimaschutzmanagement des Kreises Dithmarschen. Ziel des Projektes ist, Kinder und Jugendliche auf das Thema Klimaschutz aufmerksam zu machen. Die Schule am Meer ist eine von 35 teilnehmenden Bildungseinrichtungen. Selbst die Jüngsten stellen mit ihren Aktivitäten für die Projektarbeit unter Beweis, dass jeder mit einfachsten Maßnahmen zum Klimaschutz beitragen kann.

Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje besuchte die Grundschule, um die Glückwünsche im Namen der Gemeinde für den beachtlichen Erfolg auszurichten. Stellvertretend für alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler durfte sich die Klasse 3b in Begleitung ihrer Lehrerin Andrea Ruhtz mit ihm zu einem kleinen Fototermin treffen. Die Kinder erzählten begeistert davon, welche Ideen dieses Mal umgesetzt wurden. Sie hatten auch Bilder gemalt, um einzelne Maßnahmen darzustellen. Treffpunkt für die Fotos waren die Hochbeete am Ersatzschulgebäude, denn hier präsentierten die Drittklässler mit Stolz ihre Kartoffelbeete. „Wollt ihr nach der Ernte Kartoffelsalat für alle machen?“, fragte der Bürgermeister augenzwinkernd. Auch wenn diese Frage noch nicht beantwortet werden konnte, hatten die Schüler viel zu berichten. Kleine Lupen aus Papier kleben an verschiedenen Stellen im Schulgebäude. Mit einem kurzen Spruch, zum Beispiel „Licht aus“ oder „Zwei Tücher reichen“, erinnern sie alle daran, sich klimafreundlich zu verhalten. Außerdem gibt es in jeder Grundschulklasse Klimadetektive, die verstärkt auf die Umsetzung achten. Zusätzlich zu den Kartoffeln gedeihen auf dem Schulgelände noch Kürbisse und Sonnenblumen, angebaut von den Erstklässlern. Frisches Obst und Gemüse aus der Region ist nicht nur lecker, da waren sich alle einig, sondern man kann damit sogar dazu beitragen, den CO2-Ausstoß zu verringern. So genossen die Grundschüler im September letzten Jahres einen Veggie-Day mit einem gesunden Frühstück ohne Fleisch und ausschließlich mit saisonalen und regionalen Produkten. Darüber hinaus achten alle auf die Einsparung von Wasser und eine möglichst „autofreie“ Anreise zur Schule. Hans-Jürgen Lütje zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Kinder und motivierte alle in seinen abschließenden Worten, auch zuhause plietsch fürs Klima zu sein. Als Beispiele führte er an, dass jeder Strom sparen könne, wenn Geräte ausgeschaltet werden statt im Standby-Modus zu bleiben, und dass Einwegplastik vermieden werden solle.

Text und Foto: Claudia Brandt

Sommerolympiade des Grundschulteils

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie konnte in diesem Schuljahr unser traditionelles Kinder-Vogelschießen zum wiederholten Male nicht stattfinden. Deshalb hatte sich das Grundschulteam eine Alternative überlegt: Rund um das Grundschulgebäude wurde unter Einhaltung der bestehenden Abstandsregeln ein Spieleparcours aufgebaut, den die Kinder innerhalb ihrer Kohorten durchlaufen konnten.

Es gab die unterschiedlichsten Spiele, z.B. Dosenwerfen, Bowling, ein Schubkarren-Rennen, Sackhüpfen, schießen mit der Armbrust und vieles mehr. Am Ende waren sich alle darüber einig, dass dieses ein gelungener Vormittag war, an dem alle viel Spaß hatten. Dank der Wirtschaftsinitiative Büsum (WIB) gab es sogar für jedes Kind eine Trinkflasche aus recyceltem Kunststoff als Preis, ferner noch einen Buchgutschein für die Siegerpaare der Klassen.

Text und Fotos: Andrea Vanselow

Rückgabe der Frühlingsball-Karten

Wie bereits auf der Homepage der Schule am Meer mitgeteilt, bietet das Festkomitee noch einmal Termine für die Rückgabe der Eintrittskarten an. An folgenden Tagen wird dies in der Pausenhalle am Standort Otto-Johannsen-Str. , in der Zeit von 14 bis 16 Uhr, möglich sein: 28. Mai, 4. und 11. Juni 2021 (freitags). Es wird darum gebeten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und auf den Abstand zu anderen Personen zu achten.

Weiterhin können nach telefonischer Rücksprache mit Organisatorin Martina Lieske die Karten auch zu anderen Zeiten zurückgegeben werden. Sie ist zu erreichen unter der Mobilfunknummer 170/ 63 73 781. Das Organisationsteam weist darauf hin, dass dies die letzten Möglichkeiten sind, die Eintrittskarten zurück zu geben. Wer bis zum Beginn der schleswig-holsteinischen Sommerferien von der Rückerstattung keinen Gebrauch gemacht hat, spendet den Betrag automatisch dem Förderverein der Schule am Meer.

Büsumer spenden 875 Brillen

Sammelaktion der Schule am Meer war ein großer Erfolg

In der Zeit von Oktober 2020 bis einschließlich Januar 2021 füllten sich in Büsum an verschiedenen Orten die Sammelboxen. Organisiert wurde diese Aktion von Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe sechs mit ihren Lehrkräften Susanne Laage und Florian Klingele. Dabei handelte es sich um eine Projektarbeit im Rahmen des Philosophie-Unterrichts zum Thema „Glück“. Die eingesammelten Brillen sind bestimmt für das Projekt „Brillen ohne Grenzen“ und werden den dafür verantwortlichen Kooperationspartnern „Rotary Club Tholey-Bostalsee“ und „Gudd-Zweck UG“ im Saarland zur weiteren Aufbereitung zugeschickt. Von dort werden sie in 56 Länder des globalen Südens versandt, in denen es keine Selbstverständlichkeit ist, eine Brille in der eigenen Sehstärke zu haben.

Wie bereits berichtet, haben die beteiligten Schülerinnen und Schüler zunächst selbst zum Thema recherchiert, um dann in Arbeitsgruppen Plakate und Handzettel zu entwerfen und erstellen, kleine Filme mit Spendenaufruf zu drehen, eine finanzielle Unterstützung für die Druckkosten beim Förderverein der Schule am Meer zu beantragen (mit Erfolg! Vielen Dank an dieser Stelle an Heike Dorn, erste Vorsitzende des Fördervereins), Sammelboxen kreativ zu gestalten und diese an wichtigen Knotenpunkten in Büsum zu verteilen. Bemerkenswerte Unterstützung erhielten sie dabei von Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje, der gleich zum Telefonhörer griff und mit Andreas Jensen einen prominenten Aufstellungsort im Eingangsbereich seines Edeka-Marktes in der Heider Straße vereinbarte. Nach Beendigung der Sammlung kümmerten sich die Schülerinnen und Schüler um die Auswertung und die Vorbereitung für einen bruchsicheren Versand. Alle Beteiligten freuen sich über das beachtliche Ergebnis und sind den Spendern der noch tragbaren Brillen sehr dankbar. „Wir wollten in der Corona-Zeit was machen, nicht in Schockstarre verfallen“, meint Susanne Laage und ergänzt: „Ein Einzelner hat nur beschränkte Möglichkeiten, etwas zu bewirken, aber eine ganze Schule gemeinsam und schließlich sogar ganz Büsum, kann gemeinsam viel mehr erreichen, weil Kräfte gebündelt werden.“ In Zukunft möchte die Schule am Meer weiterhin gemeinnützige Projekte wie dieses unterstützen. „Es bringt Spaß, anderen zu helfen. Und so ein Projekt bringt Spaß. Ich würde auf jeden Fall wieder mitmachen. Für uns war es Boxen basteln und so, für andere ist dieses Projekt etwas ganz Besonderes“, sagte Schülerin Annie Hertel.

Bild und Text: Claudia Brandt

Schule am Meer (SaM) besiegelt neue Partnerschaft

SaM ist Partnerschule für das Projekt „Blütenbunt – Insektenreich“ geworden

Am 16.3.2021 hatte die SaM Besuch von der Projektleiterin Dr. Katrin Schöps vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und Norma Kujath, Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL). Dritter Initiator dieses Naturschutzprojekts ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

Dr. Katrin Schöps, Norma Kujath und Dr. Kirstin Poremba trafen sich zunächst auf dem Osterhof von Ibbo Schröder und besichtigten die ca.7000m² große Fläche, die Schröder über das Projekt zu einer dauerhaften artenreichen Blumenwiese aufwerten möchte. Norma Kujath wird für diese Fläche eine spezielle Samenmischung bereitstellen, die im Herbst ausgesät wird. Die mehrjährigen Blühwiesen werden ein- bis zweimal im Jahr gemäht und beinhalten 30 bis 40 Arten von heimischen Wildkräutern und –gräsern, die unterschiedlichen Insekten als Nahrung dienen und die Überwinterung der Insekten sichern. Die Biodiversität wird somit in Flora und Fauna enorm bereichert. Das anfallende Heu kann als Futter, zum Beispiel für Schafe, verwendet werden.


Die Kolleginnen und Kollegen der SaM können in den nächsten Jahren allein mit ihren Schülerinnen und Schülern auf dem Osterhof Insektenforschung betreiben oder mit Experten vom IPN ihre Artenkenntnisse und das biologische Wissen erweitern. „Ohne Insekten geht es nicht!“, mahnte Dr. Kirstin Poremba. Insekten sind Bestäuber für Gemüse und Obst und dienen zusätzlich in allen Metamorphose-Stadien als Nahrungsquelle für zahlreiche andere Arten wie zum Beispiel Singvögel und Kleinsäuger. Die Basis der Nahrungsketten und damit der Nahrungsnetze werden somit langfristig stabilisiert.

Im Anschluss ging es zur Ortsbegehung zum Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ), wo Dr. Klaus Vanselow und Jörn Köppen vom FTZ sowie Manfred Hein vom Bauhof Büsum die Delegation schon erwarteten. Dr. Katrin Schöps und Norma Kujath waren auch hier sehr angetan von den Flächen. Die Flächen besitzen unterschiedliche Bodenqualitäten. Norma Kujath wird dementsprechend andere regionale Saatmischungen zusammenstellen, die wiederum andere Insektenarten anziehen. Qualitativ und quantitativ können die Flächen später vergleichend untersucht werden. „Die Nähe zur Schule ist hervorragend geeignet für kürzere Begehungen“, meinte Dr. Katrin Schöps.

Die letzte Station an diesem Vormittag war die Schule am Meer selbst. Hier wird zunächst ein einjähriger Blühstreifen angelegt. Erst im Spätsommer erfolgt hier die Einsaat der dauerhaften Wiesenmischung, die sich in den nächsten Jahren zusammen mit den im letzten Jahr gepflanzten Obstbäumchen zu einer mehrjährigen Streuobstwiese entwickeln wird. Der Biologie-Unterricht im Freien kann vor der Haustür beginnen.

Kujath und Dr. Schöps lobten das große Engagement der SaM und der regionalen Unterstützer, zu denen u.a. Landwirte, Grundstückseigner, Gemeinden und der Golfclub in Warwerort zählen.

Mit der Projektteilnahme gehen die Partnerschulen Verpflichtungen ein und genießen zugleich Beratung und Unterstützung. Die Stiftung Naturschutz und der DVL werden in Zukunft die SaM beim „Projekt Mut zur Wildnis - jede Blüte zählt“ mit Beratung und mit speziellen Saatgutmischungen unterstützen. Geplant sind auch Unterrichtseinheiten, konzipiert vom Insektenteam der Kieler Forschungswerkstatt, die eine gemeinsame Einrichtung der CAU und des IPN ist.
Dr. Katrin Schöps ist selbst Entomologin (Insektenforscherin) und hat dieses Projekt ins Leben gerufen. Die Kooperation der Uni Kiel mit den Schulen sowie der Wissenschaftstransfer werden auf diese Weise gefördert. Arbeitsmaterialien, Exkursionskisten für die Feldarbeit und persönliche Besuche von Insektenexperten werden die Projektarbeit der Schülerinnen und Schüler sowie der Kolleginnen und Kollegen der SaM in Zukunft bereichern.

Dr. Kirstin Poremba: „Die notwendigen Insekten stellen mit den Pflanzen die Grundlage aller Nahrungsketten und Nahrungsnetze dar und benötigen dringend wieder mehr Aufmerksamkeit in der Bevölkerung und in den Schulen. Das Motto ‚Was ich kenne und liebe, schütze ich‘ kann somit verwirklicht werden, denn Biodiversität (Artenvielfalt) stabilisiert unsere Umwelt.“