Schule trifft Wissenschaft

Abiturienten der Schule am Meer informieren sich über Pottwalstrandungen im Forschungs- und Technologiezentrum der Universität Kiel in Büsum (FTZ)

Die Presse ist voll von Berichten über Plastikmüll, der von Meerestieren versehentlich als Nahrung aufgenommen wird, von Walen, die von Unterwasserlärm durch Bohrinseln, Schiffsverkehr und Sonar von U-Booten irritiert und schwerhörig werden und eventuell deshalb an Nordseestränden stranden, von zurückgehenden Fangquoten an Krabben, deren Bestände offenbar überfischt sind und mit Phthalaten (Weichmacher für Kunststoffe wie PVC) kontaminierte Fische, die besser vom Speiseplan gestrichen werden sollten.
Wie wird mit diesen Problemen umgegangen, was sind die übergeordneten Zusammenhänge, und wie arbeiten die Experten, die sich damit auskennen und Lösungsstrategien entwickeln? Und will ich auch einmal so etwas machen, wenn ich mit der Schule fertig bin? Das sind die Fragen, mit denen sich ganz aktuell die Abiturienten der Schule am Meer in Büsum beschäftigen, wobei ihnen die räumliche Nähe zu den vorhandenen wissenschaftlichen Einrichtungen sehr zugute kommt.
Die enorme Komplexität im Zusammenspiel der einzelnen Fachgebiete wie Astronomie, Geologie und Biologie konnten die Abiturienten beim Vortrag vom Physiker Dr. Klaus Vanselow vom FTZ spürbar erleben. „Eindrucksvoll fand ich den Einblick in eine andere Welt, der Wissenschaft, und dass die sehr komplizierten Zusammenhänge uns so verständlich und nachvollziehbar erklärt wurden", meinte ein Abiturient auf die Frage seiner Biologielehrerin Dr. Poremba zum heutigen Tag.
Experten aus diesen Fachbereichen arbeiten eng zusammen und haben knapp 40 Strandungshypothesen über die Wale zusammengetragen. Die von Dr. Vanselow und Dr. Ricklefs entwickelte Theorie über die möglichen Ursachen der aktuellen Walstrandungen hängen eng mit Schwankungen in der Solaraktivität zusammen. Pottwale orientieren sich auf ihren langen Wanderungen von November bis März kommend vom Nordpolarmeer Richtung Äquator möglicherweise nicht nur an den magnetischen Feldlinien, sondern auch an den geomagnetischen Anomalien, die diese überlagern, und die durch starke Sonnenaktivität kurzzeitig verändert werden können, was zu Irritationen der Tiere führen kann. Anstatt nordwestlich von Irland Richtung Atlantik zu schwimmen, biegen die sozialen Säuger im wahrsten Sinne des Wortes zu früh nach Süden ab und verlieren sich in der für diese tieftauchenden Tiere zu flachen Nordsee und verenden dort. Die Tiere bleiben bis zum Schluss im Familienverband und verenden gemeinsam.
Im Gespräch mit dem Wissenschaftler und bei dem anschließenden Rundgang durchs Institutsgebäude wurde den Abiturienten klar, dass angewandte Meeresforschung eine multidisziplinäre Angelegenheit ist, bei der Experimentieren, Auseinandersetzung mit fachfremden Kollegen und das Arbeiten mit Computermodulationen Hand-in-Hand gehen. Auf die Frage, welchen Berufsweg die Schüler eingehen wollen, äußerte sich eine Schülerin: „Als ich die verschiedenen Labore im FTZ besichtigen konnte, freue ich mich jetzt schon auf mein naturwissenschaftliches Studium im Herbst!"

(Text: Frau Dr. Kirstin Poremba)

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Dr. Vanselow erklärt biologische Messverfahren.

Europatag 2015

Die Reichtümer Europas

Europa ist reich an Themen - an Ländern, Menschen, Kulturen, Arten, Religionen und Geschichte(n). Und so wurde am diesjährigen Europatag klassen- und fächerübergreifend in einer Vielzahl von Projekten recherchiert, diskutiert und präsentiert. Es gab Arbeitskreise zu Märchen, zu Zugvögeln und zu Forscher- und Entdeckerinnen und ein weitgefächertes Angebot zu gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Themen - und ganz oft hörte man erfreulicherweise den Satz: "Oh, das wusste ich ja gar nicht - interessant!"

collage eu15

Sieger "Europäischer Wettbewerb"

Zwei Landespreise für die Schule am Meer

Johann Meier (Q1d) und Paul Voigt (Q1a) wurden anlässlich der 62. Runde des Europäischen Wettbewerbs 2015 auf Landesebene dafür ausgezeichnet, dass sie sich auf besonders kreative Weise in Form eines Comics mit dem Thema "Europa hilft - hilft Europa?" auseinandergesetzt haben. Beide erhielten jeweils einen Büchergutschein im Wert von 15 Euro als Anerkennung für ihre bemerkenswert gelungene Arbeit.

(Text: Frau Radszun)

Wipo

The Big Challenge 2014 - Siegerehrung

THE FIRST ENGLISH CONTEST FOR SCHOOLS

Viele, viele Fragen zu Wortschatz, Grammatik und Landeskunde galt es zu beantworten und diese Schülerinnen und Schüler der Unterstufe fanden viele, viele richtige Antworten und belegten in der Kategorie "Marathon" die ersten Plätze (an unserer Schule):

Klasse 5a: Max Bejeuhr, Jeanette Peters und Max Münchow

Klasse 6a: Leon Henkens, Yannick Linder und  Anton Baumstamm

Klasse 6b: Julia Meisner, Yasin Alver und Marco Wiegand

Europäischer Wettbewerb 2014

Fünf Landespreise für Schülerinnen und Schüler der Schule am Meer!

Die Preisträger/innen sind: 

 Sanja Lemke, Holde Nagel und Theresa Nagel (8b) für den Film „Draw myfuture“ zum Thema „Wie wollen wir leben in Europa – Chillen oder schuften?“

 Vivian Braesel (8b) für den Essay „Das würde ich tun, wenn ich Bundeskanzlerin wäre“ zum Thema „Wie wollen wir leben in Europa – Chillen oder schuften?“

 Und Paul Voigt (EOa) für den Werbespot zur Europawahl „Europa 2084“.

Wir gratulieren recht herzlich zur erfolgreichen Teilnahme!