Büsumer spenden 875 Brillen

Sammelaktion der Schule am Meer war ein großer Erfolg

In der Zeit von Oktober 2020 bis einschließlich Januar 2021 füllten sich in Büsum an verschiedenen Orten die Sammelboxen. Organisiert wurde diese Aktion von Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe sechs mit ihren Lehrkräften Susanne Laage und Florian Klingele. Dabei handelte es sich um eine Projektarbeit im Rahmen des Philosophie-Unterrichts zum Thema „Glück“. Die eingesammelten Brillen sind bestimmt für das Projekt „Brillen ohne Grenzen“ und werden den dafür verantwortlichen Kooperationspartnern „Rotary Club Tholey-Bostalsee“ und „Gudd-Zweck UG“ im Saarland zur weiteren Aufbereitung zugeschickt. Von dort werden sie in 56 Länder des globalen Südens versandt, in denen es keine Selbstverständlichkeit ist, eine Brille in der eigenen Sehstärke zu haben.

Wie bereits berichtet, haben die beteiligten Schülerinnen und Schüler zunächst selbst zum Thema recherchiert, um dann in Arbeitsgruppen Plakate und Handzettel zu entwerfen und erstellen, kleine Filme mit Spendenaufruf zu drehen, eine finanzielle Unterstützung für die Druckkosten beim Förderverein der Schule am Meer zu beantragen (mit Erfolg! Vielen Dank an dieser Stelle an Heike Dorn, erste Vorsitzende des Fördervereins), Sammelboxen kreativ zu gestalten und diese an wichtigen Knotenpunkten in Büsum zu verteilen. Bemerkenswerte Unterstützung erhielten sie dabei von Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje, der gleich zum Telefonhörer griff und mit Andreas Jensen einen prominenten Aufstellungsort im Eingangsbereich seines Edeka-Marktes in der Heider Straße vereinbarte. Nach Beendigung der Sammlung kümmerten sich die Schülerinnen und Schüler um die Auswertung und die Vorbereitung für einen bruchsicheren Versand. Alle Beteiligten freuen sich über das beachtliche Ergebnis und sind den Spendern der noch tragbaren Brillen sehr dankbar. „Wir wollten in der Corona-Zeit was machen, nicht in Schockstarre verfallen“, meint Susanne Laage und ergänzt: „Ein Einzelner hat nur beschränkte Möglichkeiten, etwas zu bewirken, aber eine ganze Schule gemeinsam und schließlich sogar ganz Büsum, kann gemeinsam viel mehr erreichen, weil Kräfte gebündelt werden.“ In Zukunft möchte die Schule am Meer weiterhin gemeinnützige Projekte wie dieses unterstützen. „Es bringt Spaß, anderen zu helfen. Und so ein Projekt bringt Spaß. Ich würde auf jeden Fall wieder mitmachen. Für uns war es Boxen basteln und so, für andere ist dieses Projekt etwas ganz Besonderes“, sagte Schülerin Annie Hertel.

Bild und Text: Claudia Brandt

Schule am Meer (SaM) besiegelt neue Partnerschaft

SaM ist Partnerschule für das Projekt „Blütenbunt – Insektenreich“ geworden

Am 16.3.2021 hatte die SaM Besuch von der Projektleiterin Dr. Katrin Schöps vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und Norma Kujath, Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL). Dritter Initiator dieses Naturschutzprojekts ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

Dr. Katrin Schöps, Norma Kujath und Dr. Kirstin Poremba trafen sich zunächst auf dem Osterhof von Ibbo Schröder und besichtigten die ca.7000m² große Fläche, die Schröder über das Projekt zu einer dauerhaften artenreichen Blumenwiese aufwerten möchte. Norma Kujath wird für diese Fläche eine spezielle Samenmischung bereitstellen, die im Herbst ausgesät wird. Die mehrjährigen Blühwiesen werden ein- bis zweimal im Jahr gemäht und beinhalten 30 bis 40 Arten von heimischen Wildkräutern und –gräsern, die unterschiedlichen Insekten als Nahrung dienen und die Überwinterung der Insekten sichern. Die Biodiversität wird somit in Flora und Fauna enorm bereichert. Das anfallende Heu kann als Futter, zum Beispiel für Schafe, verwendet werden.


Die Kolleginnen und Kollegen der SaM können in den nächsten Jahren allein mit ihren Schülerinnen und Schülern auf dem Osterhof Insektenforschung betreiben oder mit Experten vom IPN ihre Artenkenntnisse und das biologische Wissen erweitern. „Ohne Insekten geht es nicht!“, mahnte Dr. Kirstin Poremba. Insekten sind Bestäuber für Gemüse und Obst und dienen zusätzlich in allen Metamorphose-Stadien als Nahrungsquelle für zahlreiche andere Arten wie zum Beispiel Singvögel und Kleinsäuger. Die Basis der Nahrungsketten und damit der Nahrungsnetze werden somit langfristig stabilisiert.

Im Anschluss ging es zur Ortsbegehung zum Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ), wo Dr. Klaus Vanselow und Jörn Köppen vom FTZ sowie Manfred Hein vom Bauhof Büsum die Delegation schon erwarteten. Dr. Katrin Schöps und Norma Kujath waren auch hier sehr angetan von den Flächen. Die Flächen besitzen unterschiedliche Bodenqualitäten. Norma Kujath wird dementsprechend andere regionale Saatmischungen zusammenstellen, die wiederum andere Insektenarten anziehen. Qualitativ und quantitativ können die Flächen später vergleichend untersucht werden. „Die Nähe zur Schule ist hervorragend geeignet für kürzere Begehungen“, meinte Dr. Katrin Schöps.

Die letzte Station an diesem Vormittag war die Schule am Meer selbst. Hier wird zunächst ein einjähriger Blühstreifen angelegt. Erst im Spätsommer erfolgt hier die Einsaat der dauerhaften Wiesenmischung, die sich in den nächsten Jahren zusammen mit den im letzten Jahr gepflanzten Obstbäumchen zu einer mehrjährigen Streuobstwiese entwickeln wird. Der Biologie-Unterricht im Freien kann vor der Haustür beginnen.

Kujath und Dr. Schöps lobten das große Engagement der SaM und der regionalen Unterstützer, zu denen u.a. Landwirte, Grundstückseigner, Gemeinden und der Golfclub in Warwerort zählen.

Mit der Projektteilnahme gehen die Partnerschulen Verpflichtungen ein und genießen zugleich Beratung und Unterstützung. Die Stiftung Naturschutz und der DVL werden in Zukunft die SaM beim „Projekt Mut zur Wildnis - jede Blüte zählt“ mit Beratung und mit speziellen Saatgutmischungen unterstützen. Geplant sind auch Unterrichtseinheiten, konzipiert vom Insektenteam der Kieler Forschungswerkstatt, die eine gemeinsame Einrichtung der CAU und des IPN ist.
Dr. Katrin Schöps ist selbst Entomologin (Insektenforscherin) und hat dieses Projekt ins Leben gerufen. Die Kooperation der Uni Kiel mit den Schulen sowie der Wissenschaftstransfer werden auf diese Weise gefördert. Arbeitsmaterialien, Exkursionskisten für die Feldarbeit und persönliche Besuche von Insektenexperten werden die Projektarbeit der Schülerinnen und Schüler sowie der Kolleginnen und Kollegen der SaM in Zukunft bereichern.

Dr. Kirstin Poremba: „Die notwendigen Insekten stellen mit den Pflanzen die Grundlage aller Nahrungsketten und Nahrungsnetze dar und benötigen dringend wieder mehr Aufmerksamkeit in der Bevölkerung und in den Schulen. Das Motto ‚Was ich kenne und liebe, schütze ich‘ kann somit verwirklicht werden, denn Biodiversität (Artenvielfalt) stabilisiert unsere Umwelt.“

Freiwilliger Selbsttest

Test

Frühlingsball 2021 abgesagt

Liebe Schüler*innen, Eltern,  Lehrkräfte und Ehemalige,

 

aufgrund der Corona-Pandemie kann der Frühlingsball leider auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Entwicklung des Infektionsgeschehens lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin nicht einschätzen, daher bietet das Organisationsteam demnächst die Rückerstattung der gekauften Karten an.

Sobald die Corona-Schutzverordnung es zulässt, werden Termine zur Rückgabe angeboten. Nähere Informationen folgen. Zusätzlich bietet Frau Martina Lieske aus dem Orgateam an, die Karten nach telefonischer Rücksprache privat abzugeben (0170/ 63 73 781). Wer von der Kartenrückgabe keinen Gebrauch macht, spendet den Betrag automatisch dem Förderverein der Schule am Meer.

Martina Lieske: "Wir hoffen im nächsten Jahr ganz neu anzufangen und wieder gemeinsam mit euch einen schönen Frühlingsball zu feiern. Darauf freuen wir uns schon sehr. Liebe Grüße vom ganzen Orgateam!"

Schulsozialarbeit Coronahilfe

Liebe Schüler*innen, liebe Eltern.

Corona hat uns alle fest im Griff. Nichts ist gerade wie gewohnt und es ist alles seltsam und gibt uns ein mulmiges Gefühl. Struktur in den Alltag zu bekommen ist sicherlich nicht einfach. Gerade, wenn es darum geht, nicht mehr den gewohnten Freiraum zu haben, keine Freunde treffen zu können, eventuell Angst zu haben was wird, sich selbst zum Lernen zu motivieren und vielleicht eine andere Auffassung vom Lernen zu haben als andere Familienmitglieder. Über viele Tage, sogar Wochen seine Zeit ausschließlich mit der Familie zu verbringen, verbunden mit Leistungsdruck, Existenzängsten und vielen Einschränkungen, kann anstrengend sein und zu schlechter Stimmung führen.

Die Schulsozialarbeit der SaM ist natürlich gerade jetzt auch für alle Schüler*innen und Eltern da. Ihr und Sie können uns telefonisch erreichen, um mit uns zu besprechen, was auf der Seele brennt.

Wir freuen uns, alle zu unterstützen und sind folgendermaßen erreichbar:

Für die Grundschule

Andrea Darkow, täglich von 8:00- 15:30 Uhr, Tele.: 0163 7760516

Bianca Ruhland, täglich von 8:00- 12:00 Uhr, Tele.: 0163 7760515

Für die Gemeinschaftsschule und den Gymnasialteil

Rieke Knobbe, Montag, Mittwoch und Freitag von 10- 12:00 Uhr und

                         Donnerstag von 12- 14:00 Uhr ,Tele.: 0159 04157727

Bianca Ruhland, täglich von 8:00- 12:00 Uhr, Tele.: 0163 7760515

Bild: maslme auf Pixabay