Mut zur Wildnis – Jede Blüte zählt 2

... UND: Mut zur Wildnis - Jeder Baum zählt!

Projekte von Dr. Kirstin Poremba und diversen Klassenstufen der SaM gegen das Insektensterben und zum Erhalt des Baumbestandes

 

 

Zur besseren Lesbarkeit setzen wir unsere Erfolgsstory der o.g. Projekte in einem zweiten Teil chronologisch fort. Die Anfänge und Hintergründe der Projekte sowie das, was bisher getan wurde, können Sie/ könnt ihr in Teil 1 nachlesen.

Weiter geht's!

 

August 2020: Auch unsere Bäume haben Durst!

Nachdem wir uns der Sommer in Norddeutschland eher sparsam mit Sonne und Wärme verwöhnte, erlebten wir gleich zu Schulbeginn eine Hitzeperiode mit viel Sonnenschein. Dr. Kirstin Poremba mobilisierte eine Klasse, um  die jungen Bäume auf dem Schulgelände vor dem Austrocknen zu bewahren. Sie wurden mit reichlich Wasser versorgt, damit sie eines Tages so groß werden wie der große Baum "Bernie". Dr. Poremba: "Der Baum heisst Bernie, und wir sind ihm sehr dankbar für den schönen Schatten. Deshalb giessen wir die kleinen Bäume, damit diese irgendwann der nächsten Generation auch Schatten spenden können."

Ausruhen im kühlen Schatten von Bernie!

 

August 2020: Doppelter Erfolg beim Umweltpreis des Kreises Dithmarschen

Wir freuen uns riesig! Auch in diesem Jahr hatten wir Erfolg mit zwei Projekten der SaM und zählen damit zu den 16 ausgezeichneten Schulen des Kreises.

In der Gruppe 2 (Allgemeinbildende Schulen, Klassenstufen 5-9) durfte sich die 9c über einen der Sonderpreise freuen. Für unsere Nachhaltigkeit wurde hier das Kombi-Projekt "Mut zur Wildnis - Jede Blüte/ jeder Baum zählt" ausgezeichnet.

In der Gruppe 3 (Allgemeinbildende Schulen, Klassenstufen 10 bis 13) landete die Q1a auf Platz 1 mit dem Projekt "MEER PLASTIK FREI - WIR SIND DABEI".

Herzlichen Glückwunsch! Die Preisgelder setzen wir natürlich sinnvoll für die Fortsetzung unserer Projektarbeit ein.

 

September 2020: Erfolgreich beim Wettbewerb "WIR haben Ideen"

Gleich drei Projekte unserer Schule wurden prämiert, lest selbst

vlnr: Julius Dohrn (Q2), Leonie Johannsen (Q2), Nils Lieske (EO) und Leif Bahnsen (EO)

Unter dem Gesamttitel "Umdenken - Neudenken - Andersdenken" haben Julius Dohrn (Q2), Leonie Johannsen (Q2), Nils Lieske (EO) und Leif Bahnsen (EO) mit unseren drei Projekten: "Mut zur Wildnis - Jede Blüte/ Jeder Baum" zählt und "Meer plastikfrei - wir sind dabei" bei dem Schülerwettbewerb "WIR haben Ideen" der PW AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Hamburg ein Bergfahrrad und insgesamt 1100 Euro gewonnen.

7. Platz Meer plastikfrei (500 Euro)
12. Platz Jede Blüte zählt (300 Euro)
17. Platz Jeder Baum zählt (300 Euro)

Wir freuen uns riesig und werden das Geld in unsere Projekte stecken.

 

Text und Foto: KiPo

 

eim Wettbewerb "Gut für Schulen" der Sparkasse Westholstein waren wir erneut erfolgreich. Die Projekte "Mut zur Wildnis - jede Blüte/ jeder Baum zählt" und "MEER PLASTIK FREI - WIR SIND DABEI" wurden mit 1000 Euro Preisgeld prämiert. Das Geld fließt natürlich in die Fortsetzung der Projekte. Das Foto wurde mit der Q2a (Abiturjahrgan) gemacht, denn diese Schülerinnen und Schüler sind seit 2016 in die Projektarbeit eingebunden.

 

 

März 2021: Schule am Meer (SaM) besiegelt neue Partnerschaft

 

 

SaM ist Partnerschule für das Projekt „Blütenbunt – Insektenreich“ geworden

 

Am 16.3.2021 hatte die SaM Besuch von der Projektleiterin Dr. Katrin Schöps vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und Norma Kujath, Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL). Dritter Initiator dieses Naturschutzprojekts ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

 

Dr. Katrin Schöps, Norma Kujath und Dr. Kirstin Poremba trafen sich zunächst auf dem Osterhof von Ibbo Schröder und besichtigten die ca.7000m² große Fläche, die Schröder über das Projekt zu einer dauerhaften artenreichen Blumenwiese aufwerten möchte. Norma Kujath wird für diese Fläche eine spezielle Samenmischung bereitstellen, die im Herbst ausgesät wird. Die mehrjährigen Blühwiesen werden ein- bis zweimal im Jahr gemäht und beinhalten 30 bis 40 Arten von heimischen Wildkräutern und –gräsern, die unterschiedlichen Insekten als Nahrung dienen und die Überwinterung der Insekten sichern. Die Biodiversität wird somit in Flora und Fauna enorm bereichert. Das anfallende Heu kann als Futter, zum Beispiel für Schafe, verwendet werden.
Die Kolleginnen und Kollegen der SaM können in den nächsten Jahren allein mit ihren Schülerinnen und Schülern auf dem Osterhof Insektenforschung betreiben oder mit Experten vom IPN ihre Artenkenntnisse und das biologische Wissen erweitern. „Ohne Insekten geht es nicht!“, mahnte Dr. Kirstin Poremba. Insekten sind Bestäuber für Gemüse und Obst und dienen zusätzlich in allen Metamorphose-Stadien als Nahrungsquelle für zahlreiche andere Arten wie zum Beispiel Singvögel und Kleinsäuger. Die Basis der Nahrungsketten und damit der Nahrungsnetze werden somit langfristig stabilisiert.

 

Im Anschluss ging es zur Ortsbegehung zum Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ), wo Dr. Klaus Vanselow und Jörn Köppen vom FTZ sowie Manfred Hein vom Bauhof Büsum die Delegation schon erwarteten. Dr. Katrin Schöps und Norma Kujath waren auch hier sehr angetan von den Flächen. Die Flächen besitzen unterschiedliche Bodenqualitäten. Norma Kujath wird dementsprechend andere regionale Saatmischungen zusammenstellen, die wiederum andere Insektenarten anziehen. Qualitativ und quantitativ können die Flächen später vergleichend untersucht werden. „Die Nähe zur Schule ist hervorragend geeignet für kürzere Begehungen“, meinte Dr. Katrin Schöps.

 

Die letzte Station an diesem Vormittag war die Schule am Meer selbst. Hier wird zunächst ein einjähriger Blühstreifen angelegt. Erst im Spätsommer erfolgt hier die Einsaat der dauerhaften Wiesenmischung, die sich in den nächsten Jahren zusammen mit den im letzten Jahr gepflanzten Obstbäumchen zu einer mehrjährigen Streuobstwiese entwickeln wird. Der Biologie-Unterricht im Freien kann vor der Haustür beginnen.

 

Kujath und Dr. Schöps lobten das große Engagement der SaM und der regionalen Unterstützer, zu denen u.a. Landwirte, Grundstückseigner, Gemeinden und der Golfclub in Warwerort zählen.

Mit der Projektteilnahme gehen die Partnerschulen Verpflichtungen ein und genießen zugleich Beratung und Unterstützung. Die Stiftung Naturschutz und der DVL werden in Zukunft die SaM beim „Projekt Mut zur Wildnis - jede Blüte zählt“ mit Beratung und mit speziellen Saatgutmischungen unterstützen. Geplant sind auch Unterrichtseinheiten, konzipiert vom Insektenteam der Kieler Forschungswerkstatt, die eine gemeinsame Einrichtung der CAU und des IPN ist.
Dr. Katrin Schöps ist selbst Entomologin (Insektenforscherin) und hat dieses Projekt ins Leben gerufen. Die Kooperation der Uni Kiel mit den Schulen sowie der Wissenschaftstransfer werden auf diese Weise gefördert. Arbeitsmaterialien, Exkursionskisten für die Feldarbeit und persönliche Besuche von Insektenexperten werden die Projektarbeit der Schülerinnen und Schüler sowie der Kolleginnen und Kollegen der SaM in Zukunft bereichern.

Dr. Kirstin Poremba: „Die notwendigen Insekten stellen mit den Pflanzen die Grundlage aller Nahrungsketten und Nahrungsnetze dar und benötigen dringend wieder mehr Aufmerksamkeit in der Bevölkerung und in den Schulen. Das Motto ‚Was ich kenne und liebe, schütze ich‘ kann somit verwirklicht werden, denn Biodiversität (Artenvielfalt) stabilisiert unsere Umwelt.“

Auf dem Osterhof von Ibbo Schröder, vlnr: Dr. Katrin Schöps, Norma Kujath, Dr. Kirstin Poremba und Ibbo Schröder

Am FTZ, vlnr: Norma Kujath, Jörn Köppen, Manfred Hein und Dr. Klaus Vanselow

An der Schule am Meer: Schüler*innen zeigen, wo es künftig blühen und summen soll

 

März 2021: Das Säen beginnt

KiPo hat mit Schülerinnen und Schülern der sechsten Klasse mit dem Säen begonnen.

 

April 2021: Kontaktlose Verteilung des Saatgutes

KiPo hat Saatgut selbst ausgewogen und dieses pandemiebedingt wie im letzten Jahr allen Kooperationspartnern vor die Haustüren gestellt.

 Fotos: KiPo

 

 

 

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