Punktlandung im Beruf

Ein Projekt für Schüler zur Vorbereitung auf die Praktikums- und Bewerbungszeit

Vom 26. bis 28. März 2018 nahmen die 8 a und b der Schule am Meer am Projekt „Punktlandung im Beruf“ teil. Das Projekt fand im Hotel „Küstenperle“ in Büsum statt. Kooperationspartner sind die Bildungskette Amt Büsum-Wesselburen, das Hotel „Küstenperle“ sowie die Schule am Meer. Sponsoren sind das Hotel „Küstenperle“ und die Wirtschaftsinitiative Pro Schule Büsum e.V. Die Dozenten Iris Hoffmeyer und Agnes Geers sowie Angestellte und Auszubildende des Hotels „Küstenperle“ haben den Schülern in 15 Unterrichtseinheiten ein breites Wissen – nicht nur hotelspezifisch – vermittelt. Dazu gehörten allgemeine Spielregeln für die Bemühungen um einen Praktikums- bzw. Ausbildungsplatz, korrektes Verhalten bei Tisch oder auch Einblicke in die einzelnen Tätigkeitsfelder in einem Hotel bzw. Restaurant.

Die Auszubildenden gaben auf lockere, teilweise amüsante Weise den Zuhörern Tipps, was man im jeweiligen Lehrberuf beachten sollte und was man besser nicht tun sollte. Zum Abschluss der Projekttage haben die Schüler mit ihrem neu erworbenen Wissen eine Tafel für das gemeinsame Mittagessen eindeckt. Dann gab es ein 2-Gänge Menü, bevor in einer Feedbackrunde abschließend diskutiert wurde und die Teilnahmezertifikate überreicht wurden.

Text und Bilder: Claudia Brandt

Weitere zwei Jahre Fairtrade-Schule!

Am 19. März feierte das Fairtrade-Schulteam mit Herrn Dr. Bleckwehl die erneute Zertifizierung als Fairtrade-Schule. Da die Zertifizierung immer nur für zwei Jahre ausgesprochen wird, wurden wir Ende 2017 aufgefordert, die Zertifizierungskriterien erneut nachzuweisen. In einer langen Nachmittagssitzung im November stellten wir alle Nachweise zusammen und konnten zufrieden feststellen: Wir haben ganz schön viel erreicht!

Die fünf Kriterien

Kriterium 1

Gründung eines Fairtrade-Schulteams bestehend aus Lehrerinnen, Lehrern, Schülerinnen, Schülern, Eltern sowie weiteren Interessierten.

Kriterium 2

Erstellen eines Fairtrade-Kompasses, der vom Rektor/der Rektorin unterzeichnet werden muss.

Kriterium 3

Verkauf und Verzehr von fair gehandelten Produkten an der Schule.

Kriterium 4

In mindestens zwei Klassenstufen muss in mindestens zwei unterschiedlichen Fächern der Faire Handel im Unterricht behandelt werden.

Kriterium 5

Mindestens einmal im Schuljahr muss es eine Schulaktion zum Thema Fairtrade geben.

Kriterium 1 – 4 sind inzwischen fest in unserem Schulleben verankert und waren deshalb problemlos nachzuweisen.

Insbesondere das Kriterium 5 macht besonders viel Spaß und wird von uns locker übertroffen, da wir an fast allen Aktionen des Fairtrade-Jahres teilnehmen, zuletzt an der Valentinstagsaktion am Schulvorstellungstag.

Mit Ende des Schuljahres verlässt uns mit Lona das letzte Gründungsmitglied der Fairtrade-AG, ebenso werden auch Henrike, Emma und Peer nur noch ein paar Wochen dabei sein. Damit ruht nun bald die Verantwortung auf den vielen Schultern der 8-Klässler, von denen einige auch schon fast von Beginn an dabei sind, sowie auf denen der erfreulicherweise vielen 5.-Klässler, die in diesem Schuljahr dazugekommen sind. Besonders schön ist, dass in beiden Jahrgängen sowohl GemeinschaftsschülerInnen als auch GymnasialschülerInnen mit dabei sind.

So konnten wir erwartungsvoll mit fair gehandelten Orangensaft und Mangosaft sowie fairen Schoko-Glückskäfern – alles Produkte aus dem „normalen“ örtlichen Supermärkten, die inzwischen alle ein kleines Angebot an fairen Produkten haben – auf eine weitere erfolgreiche Arbeit anstoßen.

Wir freuen uns auf weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter! Wir treffen uns montags in der Mittagspause in Raum 3.

Text und Bilder: Britta Baar

Viertklässler machen den aid-Ernährungsführerschein

Kinder lernen richtigen Umgang mit Lebensmitteln, Aspekte einer gesunden Ernährung, einfache Rezepte und vieles mehr

Drei Wochen lang haben sich die Schüler der vierten Klassen der Schule am Meer (SaM) gemeinsam mit ihrer Lehrerin Tanja Matzen und Brunhilde Dubberke auf den leckeren Abschluss ihres Ernährungsführerscheins vorbereitet. Am 8. März 2018 war es dann so weit: Mit einem gut gelungenen Abschlussbuffet präsentierten die Kinder ihren Gästen, was sie inzwischen eigenständig in der Küche zaubern können. Es gab Knabbergemüse mit Kräuterquark, Brotgesichter, Nudel- und Obstsalat. Als Gäste geladen waren zumeist Eltern und Großeltern.

Tanja Matzen (links) und Brundhilde Dubberke

Der aid-Ernährungsführerschein ist ein Unterrichtskonzept, das den Schülern ein breites und nützliches Wissen vermittelt. So lernen die Kinder die Komponenten einer gesunden Ernährung und die Zubereitung passender Gerichte, einen hygienischen Umgang mit Lebensmitteln, den sicheren Einsatz von scharfen Messern sowie das korrekte Eindecken und Dekorieren des Tisches. Der Unterrichtsstoff regt die Kinder an, über die eigene Ernährung nachzudenken und vielleicht etwas daran zu verbessern. Ungesunde Lebensweise kann zu gravierenden gesundheitlichen Problemen und Folgeerkrankungen führen; insbesondere heutzutage, wo eine große Auswahl Fertiggerichte, Junk Food und Süßigkeiten lockt, fällt vielen gesunde Ernährung nicht leicht. Einige Kinder waren erstaunt, wie gut eine selbst gemachte Tomatensauce für Nudelgerichte schmecken kann. Die Unterrichtseinheit endet mit einem schriftlichen Test und dem Abschlussbuffet als praktischen Teil.

Sophia Wilken (links im Bild) und Lotta Hackert aus der 4a schildern ihre persönlichen Eindrücke, während sie zu zweit ihren Nudelsalat – übrigens ganz ohne fette Mayonnaise - für das Buffet vorbereiten. „Es war gut, denn jedes Mal haben wir etwas anderes gemacht. Man hat ein gemeinsames Erlebnis mit der Klasse, wenn alle zusammen kochen. Als erstes haben wir das Rezept ‚Brotgesichter‘ ausprobiert“, erzählt Sophia. Ihre Koch-Partnerin Lotta ergänzt: „Mir hat es sehr viel Spaß gemacht mit der Klasse etwas zu unternehmen. In unseren Gruppen zu fünf Schülern wurde immer viel gelacht. Am leckersten fand ich das selbst gemachte Kartoffelpüree“.

Text und Bilder: Claudia Brandt

 

Heimischer Besuch in der SaM

Noch vor einem Jahr war sie selbst Schülerin der Schule am Meer, Julia Maaß. Diesen Donnerstag kehrte sie als Lehramtsstudentin für einen Tag an die Schule am Meer zurück und brachte der Stammgruppe Föhr gleich ein paar interessante Fragen mit.

Nachdem die Schüler im Rahmen der Medienkompetenz viel Wissen um Sicherheit im Netz erarbeitet hatten, konnten sie in der Einheit „Datenschutz in Sozialen Netzwerken“ im Austausch mit Julia Maaß glänzen. Es wurde diskutiert und hinterfragt und nicht selten hörte man in der Klasse ein erstauntes „Ahhh“, wenn die Schüler die aktuellen Zahlen mit ihren Schätzungen verglichen.

Ein bereichernder Besuch, der viele Fragen beantwortete und viele neue aufwarf, die Stoff für weitere Recherche und Austausch geben.

Text und Bild: Bianca Wriedt

Mitarbeiter auf vier Pfoten: Schulhund Carlos sorgt für gutes Klassenklima

Labrador Carlos ist drei Jahre alt und hat bereits mit Erfolg die Ausbildung zum Therapie- und Schulhund absolviert. Diese dauert 1,5 Jahre. Die Hälfte der Kosten wurde von der Gemeinde Büsum übernommen, denn Carlos ist der vierbeinige Kollege der Schulassistentin Britta Lehmusvirta. Gemeinsam sind sie im Grundschulteil der Schule am Meer tätig. Nachdem der schokobraune Labrador nun einige Wochen im Einsatz ist, zieht seine Besitzerin eine positive Bilanz. Wie sehr er schon den Kindern ans Herz gewachsen ist, zeigte sich erst kürzlich, als er verletzungsbedingt 14 Tage zuhause bleiben musste.

„Ein Hund im Klassenzimmer ist für die Schüler eine wertvolle Bereicherung. Die Kinder lernen den richtigen Umgang mit dem Hund, sie werden selbstbewusster, lernen, Rücksicht zu nehmen und machen wichtige Erfahrungen in der Kommunikation mit dem Tier“, erläutert Schulassistentin Britta Lehmusvirta. Um diese Beobachtungen zu veranschaulichen, berichtet sie, dass sich selbst schüchterne Kinder mithilfe des Hundes öffnen und dass Klassenclowns sogar leiser und weniger hektisch werden. Insgesamt herrscht in Anwesenheit des Vierbeiners mehr Ruhe im Klassenraum. Die Schüler arbeiten konzentrierter, und die Klassengemeinschaft wird gestärkt. Erstaunlicherweise lesen einige Kinder sogar freiwillig vor, weil Carlos doch so gerne zuhört. Während der Unterrichtsstunde sucht sich Carlos mit Bedacht seinen Platz. Entweder geht er gezielt zu einem Kind, weil er sich dort wohlfühlt, oder er zieht sich in eine Ecke zurück.

Die Schulassistentin berichtet sogar von Fällen, in denen Carlos zu besonders unruhigen Schülern läuft, sich einfach auf die Füße des Kindes legt und so in kürzester Zeit für Entspannung sorgt. Ist es einmal dauerhaft zu laut im Klassenraum, begibt er sich jedoch direkt zu Tür und zeigt an, dass er gehen möchte. Britta Lehmusvirta ist sich sicher, dass ein Hund wie Carlos Unterstützung und Trost in situationsbedingten Krisen bieten kann. „Die Kinder lernen durch Carlos Verantwortung zu übernehmen und kümmern sich gerne freiwillig um bestimmte Aufgaben, zum Beispiel nachzusehen, ob sein Wassernapf voll ist. Feststellen konnte ich zudem, dass es seit der gelegentlichen Anwesenheit von Carlos weniger Streit in den Klassen gab“, ergänzt Lehmusvirta. Im Verlauf des Unterrichts hat Carlos unterschiedliche Aufgaben. Manchmal ist er einfach nur da. Oder die Kinder dürfen einige Minuten einen Stuhlkreis bilden und Kommandos mit ihm üben. Dabei lernen sie, dass sie klare Befehle geben müssen und sich nicht klein machen dürfen. In besonders schwierigen Fällen verlassen die Schulassistentin und ihr vierbeiniger Mitarbeiter mit einem Kind für eine Weile den Klassenraum, um gezielt auf ein Problem einzugehen. Dabei ist ihr Carlos eine wertvolle Unterstützung. Besonders gerne mag Carlos das gemeinsame Frühstück der Kinder – schließlich könnte etwas Leckeres zu Boden fallen. Wer ein gesundes Pausenbrot und dazu ein gutes Herz hat, weiß er offenbar ganz genau.

Text: Britta Lehmusvirta, Claudia Brandt

Bilder: Claudia Brandt