Live-Operation an einer Schweinelunge

Schüler der Schule am Meer sehen Beatmung und Operation einer Lunge im WKK Heide

Die Westküstenkliniken hatten am 31. Januar 2018 zu einem besonderen Termin im Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen in Heide eingeladen. Interessierte Schüler konnten zunächst sehen, wie die Beatmung einer Lunge funktioniert. Anschließend wurde eine Live-Operation an einer präparierten Schweinelunge durchgeführt. Durchgeführt wurde diese besondere Veranstaltung von Dr. Christian Freyer, leitender Oberarzt der Pneumologie an den Westküstenkliniken, und PD Dr. Erik Schlöricke, Facharzt für Thoraxchirurgie.

Dr. Kirstin Poremba war mit einigen Schülern der Schule am Meer aus den Klassen Q1 und E0 der Einladung gefolgt. Alle waren nach der seltenen Demonstration beeindruckt. „Sehr interessant, horizonterweiternd, spannend, sehr kompetent“, so lautete die positive Bewertung der Schüler.

Text: Claudia Brandt

Bilder: Maja Bejeuhr, Femke Heyn

Abiturjahrgang besucht Christian-Albrechts-Universität

Britta Coordes von der Zentralen Studienberatung der Christian-Albrechts-Universität begrüßt die Büsumer in einem Hörsaal des Auditorium Maximum

43 Schüler des Abiturjahrgangs der Schule am Meer nutzten Ende Januar 2018 eines der vielfältigen Beratungsangebote der Kieler Universität. Begleitet wurden sie vom Oberstufenleiter Kurt Siemund. Nach einer allgemeinen Einführung durch Britta Coordes von der Zentralen Studienberatung zu den Themen Studienangebot, Abschlüsse, NC, weitere Zugangsvoraussetzungen und Bewerbungsverfahren hatten die Schüler ausreichend Zeit, persönliche Fragen zu stellen. Anschließend konnten alle die Mittagspause nutzen, um sich in der Mensa zu stärken oder auch den Campus zu erkunden.

In der zweiten Tageshälfte gab es, aufgeteilt in kleinere Gruppen, Gelegenheit, die Fachbereiche Lehramt und BWL näher kennenzulernen. Eine dritte Gruppe nahm an einem allgemeinen Workshop teil. Betreut wurden die drei Gruppen von Studierenden, die im Einsatz sind für das Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe). Die Tutorinnen und Tutoren von PerLe beantworteten weitere Fragen und machten kleine Übungen. Die Schüler sollten von ihren Plänen nach dem Abitur erzählen. Umgekehrt konnten sie bei den Studierenden alles in Erfahrung bringen, was sie vor Studienbeginn interessiert: Was bietet Kiel in der Freizeit? Wie finde ich eine Wohnung? Wie finde ich einen Nebenjob? Wie teuer ist ein Studium? Bei den Übungen ging es zum Beispiel darum, was die Schüler mit dem Wort „Studium“ assoziieren. Insgesamt war es ein spannender Tag mit vielen Eindrücken und nützlichen Tipps.

Text und Bilder: Claudia Brandt

 

Akademischer Vormittag: Vortrag und Gruppenarbeit zum Thema Walstrandungen

Prof. Dr. Ursula Siebert und Doktorandin Anja Reckendorf vom ITAW geben spannende Einblicke in ihre Arbeit

Erneut ist es der Schule am Meer gelungen, für den akademischen Vormittag interessante Referenten zu gewinnen. Am 22. Januar 2018 begrüßte Schulleiter Dr. Ulrich Bleckwehl Prof. Dr. Ursula Siebert und ihre Kollegin Anja Reckendorf. Prof. Dr. Ursula Siebert ist Fachtierärztin für Wildtiere und leitet das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo). Anja Reckendorf ist ebenfalls Tierärztin und arbeitet derzeit an ihrer Promotion. Siebert stellte zunächst sich und das ITAW kurz vor.

Es folgte ein anschaulicher Vortrag zur Fragestellung „Warum stranden Wale?“. So erfuhren die Schüler Wissenswertes zur Evolution der Spezies Wal, zur Anatomie, zu den Walarten, zu den Walwanderungen und zu den Hintergründen für die Strandungen. Sie erläuterte, dass die Ursachenforschung sich manchmal schwierig gestaltet, und dass das schnelle Bergen und Untersuchen der Tierkadaver oberste Priorität hat. Doch nicht alle gestrandeten Tiere sind tot. Bei Lebendstrandungen gibt es je nach Fundort und Gesundheitszustand Chancen, die verirrten Wale zurück in tiefere Gewässer zu geleiten. Zur Veranschaulichung hatten die Referentinnen Knochen, Barten, konservierte Parasiten und Müll, der in Walmägen gefunden wurde, mitgebracht. Das machte deutlich, dass der Mensch und fehlendes Umweltbewusstsein oftmals schuld sind, dass Wale verenden.

Anschließend bildeten die Schüler Gruppen, in denen sie sich mit einzelnen Strandungsszenarien beschäftigten. Nach 30 Minuten Gruppenarbeit folgte die Präsentation. Jede Gruppe hatte einen Pressesprecher ernannt, der die Ergebnisse im Rahmen einer Pressekonferenz vorstellen sollte. Dabei mussten die typischen Fragen von Journalisten beantwortet werden: Was ist passiert? Was haben Sie vorgefunden? Wie gehen Sie bei Ihrer Arbeit vor? Haben Sie erste Ergebnisse? Wann haben Sie Ihre Arbeit abgeschlossen? Die Situation war sehr realitätsnah. Im Fall einer echten Walstrandung wird immer ein Krisenstab gebildet aus Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen, dazu zählen auch Verantwortliche für eine strukturierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Schule am Meer plant, mit ca. zwei Vorträgen pro Jahr die Serie „akademischer Vormittag“ fortzusetzen. Bislang gab es Gastredner aus den Bereichen Politologie, Geschichte und Naturwissenschaften. Gedacht ist die Veranstaltung, um Schüler für wissenschaftliches Arbeiten zu begeistern und ihnen Einblicke in die einzelnen Fachbereiche der Universitäten zu geben, da viele eine falsche Vorstellung vom gewünschten Studienfach haben, was oftmals zu Abbrüchen führt. Dr. Ulrich Bleckwehl und Oberstufenleiter Kurt Siemund freuen sich auf weitere Vorträge, zum Beispiel aus den Bereichen Rechts-, Ingenieur- oder Wirtschaftswissenschaften.

Text und Bilder: Claudia Brandt

Schnuppertage für die Viertklässler

Am 16. und 18. Januar 2018 besuchten die Schüler der 4a und 4b den Standort Otto-Johannsen-Str., um einen Einblick zu bekommen, was sie in der weiterführenden Schule ab kommenden Sommer erwartet. Die Kinder durften jeweils einen Tag lang die Fünftklässler im Unterricht begleiten und lernten dabei auch neue Schulfächer kennen. Die Lehrkräfte hatten unter dem Motto „Schnuppern macht schlau“ kreative Ideen entwickelt. Vor allem im Fach Naturwissenschaften war eigenes Experimentieren bei der „Papier-Chromatographie“ möglich. Die Fachlehrer machten die komplexen Zusammenhänge greifbar, indem sie das kleine Experiment in eine spannende Rahmengeschichte einfügten. So musste die eine Schülergruppe die Frage beantworten, warum die schwarzen Filzstifte von Jan, der gerne damit malt, so unterschiedlich malen. Die andere Gruppe hat unter dem Motto „Fall gelöst!“ Ermittler spielen dürfen. Es gab einen Banküberfall. Im Kassiererraum fand man einen Zettel. Darauf stand geschrieben „Geld her!“ Mithilfe der Papier-Chromatographie sollte geklärt werden, mit welchem Stift dies geschrieben wurde, um so den Täter aus dem Kreis der Verdächtigen zu ermitteln. Die Kinder lernten, dass Schwarz sowie auch die bunten Farben aus mehreren Farben bestehen, und dass der beim Experiment entstehende Farbverlauf jeweils charakteristisch für den verwendeten Stift ist.

 

Nachdem die zukünftigen Fünftklässler erste Eindrücke gewinnen konnten, haben die Eltern aus der ganzen Region und ihre Kinder ebenfalls dazu Gelegenheit am Info-Abend. Der Abend der offenen Tür mit vielen Informationen und Programm sowie Gelegenheit zum Austausch mit anderen Eltern, Elternvertretern und Lehrern an den Informationsständen findet statt am Standort Otto-Johannsen-Str. am 14. Februar 2018 und beginnt um 18.30 Uhr. Interessierte Eltern und ihre Kinder aus dem gesamten Einzugsgebiet, nicht nur Büsumer, sind dazu herzlich eingeladen. Auf die Kinder wartet ein Parcours mit Stationen. Die Schülervertretung sorgt für Snacks und Erfrischungsgetränke. Der Anmeldezeitraum ist in diesem Jahr vom 26. Februar bis 7. März. Dazu ist das Sekretariat am Standort Otto-Johannsen-Str. von Montag bis Freitag 8 bis 14 Uhr sowie am Donnerstag von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

Text und Bilder: Claudia Brandt

Ben Cub gewinnt den plattdeutschen Lesewettbewerb

Zum Erhalt der plattdeutschen Sprache wird in allen Schulen Schleswig-Holsteins jährlich der Lesewettbewerb „Schölers leest Platt“ ausgerichtet. Dieses Projekt wird unterstützt vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund sowie den schleswig-holsteinischen Sparkassen und der Sparkassenstiftung. Die Schüler treten in unterschiedlichen Altersstufen gegen einander an. Die jeweiligen Sieger qualifizieren sich für die nächste Runde auf Kreisebene.

Am 18. Januar 2018 nahmen vier Grundschüler der Schule am Meer am plattdeutschen Lesewettbewerb für die Dritt- und Viertklässler teil: Lotta Meinköhn, Tristan Hermann, Fynn Bastian und Ben Cub. Der Wettbewerb fand statt in der Gemeindebücherei von Büsum. Es gab eine richtige Jury, dazu gehörten Anne Engels, Hans-Georg Kohlmorgen und Max Wiecher. Um ihren Mitschülern die Daumen zu drücken, waren trotz dichten Schneetreibens die Klassen 3a und 3b in Begleitung von ihrer Lehrerin Mareike Bielenberg gekommen. Schon während der Grußworte von Gabriele Lachmann-Bruhn, Leiterin der Gemeindebücherei, und Schulleiter Dr. Ulrich Bleckwehl stieg die Aufregung der vier jungen Teilnehmer sichtbar. Doch es hatten sich alle gut auf ihren ausgewählten Text vorbereitet, so dass die Beratung der Jury einige Zeit in Anspruch nahm, um den Sieger zu ermitteln. Dr. Bleckwehl verkündete die Entscheidung der Jury. Platz 1 sicherte sich Ben Cub. Für alle vier gab es kleine Präsente von der Schule und Buchpreise von der Bücherei.

Text und Bild: Claudia Brandt