Vielseitig Interessen fördern in der Mittelstufe

Als Nationalparkschule liegt ein weiterer Schwerpunkt in der Schülerforschung im und am Wattenmeer, die durch eine Vielzahl von Projekten in allen Altersgruppen realisiert wird. In der Mittelstufe (Kl. 7-9/10) stehen Wattexkursionen und Untersuchungen des Lebensraumes im Vordergrund, unterstützt durch regionale Naturschutzvereine wie die Schutzstation Wattenmeer. Ob Vögel bestimmt werden oder der Wattboden untersucht wird – der Standort der Schule direkt am Meer bietet ideale Bedingungen. Auch das Multimar Wattforum in Tönning wird als Ort des außerschulischen Lernens besucht.

In Wahlpflichkursen wie „Robotik" oder „Science" können Schülerinnen und Schüler mit naturwissenschaftlichen Interessen weiter gefördert werden. Dort findet sich auch die Gelegenheit, bei Ausflügen, z.B. ins Schülerlabor in Kiel, noch mehr Forschungsluft zu schnuppern. Eindrucksvoll werden Inhalte des Physikunterrichts bei Exkursionen wie z.B. in die „Phänomenta" nach Flensburg oder zum „Dialog im Dunklen" vertieft und mit eigenen Sinneserfahrungen verknüpft. Auch an physikalisch-technischen Wettbewerben wie „Lütt Ing" wird im Rahmen dieses Wahlpflichtangebotes teilgenommen.

Ein Beispiel für ein naturwissenschaftliches Projekt mit besonderer gesellschaftlicher Relevanz ist die Aktion „Mut zur Wildnis", bei der von den achten und neunten Klassen eigenständig beschlossen wurde, dem weltweiten Bienensterben etwas entgegen zu setzen. Auf dem Schulgelände wurden Wildblumenwiesen angelegt, die Nahrung für die Bienen bereithalten. In Kooperation mit den Gemeinden rund um Büsum sollen weitere Blumenbeete entstehen, um so die Aufmerksamkeit der Bevölkerung zu erreichen und sie für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Gemeinsam mit dem Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung (ITAW) sollen Hinweistafeln aufgestellt werden, um über die Bedeutung der Bienen als Nutztiere zu informieren. Mit dem Projekt haben sich die Schüler für den Umweltpreis Schleswig-Holstein sowie für das Projekt „Demokratisch handeln" beworben.

Durch Projekte im Rahmen der Begabtenförderung können auch junge Schülerinnen und Schüler schon ihr naturwissenschaftliches Talent erproben: Sie bearbeiten zum Beispiel Themen aus der Pinguinforschung, werten tagesaktuelle Bildaufnahmen aus und stellen Forschern in der Antarktis Fragen. Auch die Präsentation der Erkenntnisse für die eigene Schulklasse gehört zur Arbeit und motiviert die Schülerinnen und Schüler zusätzlich.

Um den Schülerinnen und Schülern weitere Einblicke in die Arbeitsweise in naturwissenschaftlich ausgerichteten Berufen zu ermöglichen, arbeitet die Schule am Meer darüber hinaus auch mit der Gesellschaft für marine Aquakultur (GMA) zusammen. Dort kann etwa bei Betriebsbesichtigungen die Arbeitsweise moderner Fischzuchtanlagen erkundet werden. Auch Schülerpraktika in kooperierenden Betrieben und Instituten sind begehrt und bieten unschätzbare Erfahrungen für die spätere Berufswahl.

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