Talente ausbauen und Stärken fördern in der Oberstufe

Das naturwissenschaftliche Profil in der Oberstufe bietet eine weitere Vertiefung des forschenden Lernens, indem beispielsweise mit dem Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ) der Uni Kiel kooperiert wird, um besondere naturwissenschaftliche Begabung zu fördern. Auch in Kooperation mit dem Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung (ITAW) werden in der Oberstufe regelmäßig gemeinsame Projekte durchgeführt. So können die Schülerinnen und Schüler selber forschen wie die Forscher: Sie sezieren beispielsweise Seehunde oder untersuchen die Akustik von marinen Säugern.

Ebenfalls mit dem ITAW wurde 2016 von einer Oberstufenklasse ein Projekt zum Plastikmüll im Meer durchgeführt, in dem Schülerinnen und Schüler Vorträge und Poster erarbeiteten, um sie anschließend mit Wissenschaftlerinnen kritisch zu diskutieren. Das einhellige Fazit: Absolut lohnenswert, ein Feedback vom Profi zu bekommen.

Ebenso in das festgelegte Oberstufenprogramm gehört ein Besuch des Multimar Wattforums, wo im Labor spezielle Experimente zur Ökologie verschiedener Tierarten durchgeführt werden. Hier wird noch einmal offenbar, wie sorgfältiges Arbeiten und genaue Beobachtung zu wissenschaftlicher Erkenntnis führen. Auch in der Seehundstation in Friedrichskoog konnten Schülerinnen und Schüler erleben, wie Forschung funktioniert: Sie werteten Luftbilder aus, um Seehunde zu identifizieren, zählten sie und untersuchten Parasiten der Meeressäuger.

Angewandte Ökologie erleben die Oberstufenschülerinnen und -schüler bei Vogelzählungen, etwa im Meldorfer Speicherkoog. Angelehnt an den „Westküsten-Vogelkiek", eine Art ornithologische Bestandsaufnahme der Stand- und Zugvögel an Schleswig-Holsteins Westküste, tragen sie so zur Forschung bei. Unterstützt werden sie dabei wiederum von Mitarbeiterinnen der Schutzstation Wattenmeer und des NABU.

Als weiteres Highlight sind Exkursionen der naturwissenschaftlichen Profile erwähnenswert: Ob es nach Hamburg ins DESY (Teilchenbeschleuniger und weltweites Spitzenforschungszentrum), in die Sternwarte oder nach Helgoland geht, stets wird erlebtes und selbst erforschtes Wissen besser verstanden und behalten.

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